Unterstützung Neue Arbeit: Fitmachen für den Job-Alltag

Das Neue-Arbeit-Team (v.l.): Elena German, Xenia Weißbeck-Naj, Sladzkana Stoyanow, Huda Abdelhak, Hatem Nur Cetin, Nane Ayyildiz (alle Projekt-Teilnehmerinnen), Birgitt Wölbing (Geschäftsführerin), Uwe Sauder und Stephanie Schröder (Filialleitung).
Das Neue-Arbeit-Team (v.l.): Elena German, Xenia Weißbeck-Naj, Sladzkana Stoyanow, Huda Abdelhak, Hatem Nur Cetin, Nane Ayyildiz (alle Projekt-Teilnehmerinnen), Birgitt Wölbing (Geschäftsführerin), Uwe Sauder und Stephanie Schröder (Filialleitung). © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm/Neu-Ulm / Birgit Eberle 30.12.2017
Langzeitarbeitslose werden bei der Neuen Arbeit so vorbereitet, dass sie auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben.

Gesundheitliche Probleme, keine abgeschlossene Berufsausbildung, alleinerziehend und in fortgeschrittenem Alter: Vor allem Langzeitarbeitslose mit einer oder mehreren dieser Eigenschaften haben es schwer, eine Arbeit zu finden. Die Neue Arbeit bietet mit ihrem Langzeitarbeitslosenprojekt ein Fitmach-Programm für den Arbeitsmarkt: Die Klienten sollen für den Start, bzw. Wiedereinstieg ins Berufs- und Arbeitsleben qualifiziert werden.

Momentan sind in der Ulmer und Neu-Ulmer Dependance der Neuen Arbeit insgesamt 47 Langzeitarbeitslose tätig. Sie wurden der Neuen Arbeit vom Jobcenter zugewiesen. Die Dauer der Maßnahme beträgt sechs Monate, in Ausnahmefällen wird auf zwölf verlängert.

In den Secondhand-Läden  bekommen die Langzeitarbeitslosen Schlüsselqualifikationen vermittelt: Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Team- und Kritikfähigkeit. „Da geht es auch um ganz simple Dinge, wie lernen, eine Stempeluhr zu bedienen“, erklärt Uwe Sauder, Leiter der Ulmer Filiale der Neuen Arbeit.

Etwa 30 Prozent der Teilnehmer finden nach dem Projekt eine Anstellung. „Unser Coaching macht die schwer Vermittelbaren fit für den ersten Arbeitsmarkt. Auch ein Bewerbungstraining gehört dazu“, sagt Birgitt Wölbing, Geschäftsführerin der Neuen Arbeit. Ein Teilnehmer, der älter als 50 Jahre ist, habe sich so gut entwickelt, dass er mittlerweile in der Neu-Ulmer Filiale mit Unterstützung des Jobcenters Neu-Ulm fest angestellt werden konnte. „Er hat durch das Projekt ein ganz anderes Auftreten bekommen“, berichtet Stephanie Schröder, Leiterin der Neu-Ulmer Filiale.

Wer nach zwölf Monaten keinen Job bekommt, kann gegen eine Aufwandsentschädigung 30 Stunden pro Monat ehrenamtlich weiter die Secondhand-Läden unterstützen.

Die Secondhand-Läden schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Langszeitarbeitslose bekommen eine Chance, und die Nachhaltigkeit wird gestärkt. Jede(r) kann dort einkaufen! Rund 10 000 Kleidungsstücke werden monatlich abgegeben und viele davon abverkauft. Was nicht gleich weggeht, wird ins Sozialkaufhaus der Neuen Arbeit weitergereicht. Inhaber der Lobbycard – sie gewährt Menschen mit geringem Einkommen verschiedene Ermäßigungen – zahlen dort extra wenig. Wobei für Käufer mit oder ohne Card gilt: Jeweils Dienstags gibt’s Kleidung zum Sonderpreis von einem Euro pro Teil.

Die Aktion 100 000 und Ulmer helft ist in Ulm und Neu-Ulm jeweils mit einem Extra-Shop vertreten. Alles, was dafür gespendet und dort verkauft wird, wandert in die Kasse der Aktion 100 000 und Ulmer helft.

Secondhand bei der Neuen Arbeit: Was, wann, wo

Öffnungszeiten für die beiden Secondhandläden der Neuen Arbeit in Ulm (Büchsengasse 25) und Neu-Ulm (Memminger Str. 52):
Mo - Fr: 9.30 bis 18 Uhr
Sa:  9.30 bis 16 Uhr

Warenannahme für beide Secondhandläden ist jeweils Mo, Di,  Do von 9.30 bis 14 Uhr sowie Mi und Fr von 9.30  bis 17 Uhr.
Wichtig: Willkommen sind gut erhaltene Kleidung und Haushaltsgegenstände. Keine Elektrogeräte, keine Möbel!

Aktions-Shops gibt es im Ulmer und im  Neu-Ulmer Laden. Der Erlös kommt der Aktion 100 000 zugute.
Telefonnummer des Secondhandladens in
Ulm: (0731) 96232-10
Und in Neu-Ulm:
(0731) 97884-10

Büro-Ausstattung Die Verwaltung der Neuen Arbeit bittet um Geld- und Sachspenden für ihre Büros (Möbel und Technik). Am besten vorher anrufen.

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