Neu-Ulm Feuerwehr rettet Schwan von der Fahrbahn

CAROLIN STÜWE 05.06.2013
Die Feuerwehr ist nicht nur bei Bränden und bei Hochwasser im Einsatz. Am Dienstagabend wurde ein Schwan von der Fahrbahn geholt.

Das Hochwasser an Donau und Iller hat Hausbesitzer in die Keller und Kleingärtner auf die Gemüsebeete getrieben. Aber die Überschwemmungen haben auch die Wildtiere durcheinander gebracht. Am Dienstagabend hatten besorgte Autofahrer bei der Polizei angerufen, weil auf der Auffahrt zur Bundesstraße 28 nahe Europastraße ein müder Schwan saß.

„Er fand sich bei dem vielen Wasser wohl nicht mehr zurecht“, vermutet Oberbrandmeister Michael Stegmann. Er hatte gerade Dienst, als die Leitstelle Donau-Iller die Neu-Ulmer Feuerwehr zum Einsatzort schickte. „Wir haben den unverletzten Schwan mit unserem Käscher eingefangen und in der Transportbox zur Donau gebracht“, beschreibt Stegmann den tierischen Einsatz. Denn schließlich befand sich nicht nur der Schwan in Gefahr, sondern der große Vogel hätte in dem viel befahrenen Bereich auch zum Verkehrsunfall führen können.

Und wenn Kinder anrufen, dass ein Igel auf der Straße sitzt? „Selbst dann kommen wir, dem Tier und den Kindern zuliebe“, sagt Stegmann. Sogar einen Biber, der sich in die Augsburger Straße verirrt hatte, bugsierte die Feuerwehr mittels Besen in die Box und brachte ihn an die Donau. Aber erst, nachdem sie beim Biberbeauftragten im Landratsamt angefragt hatte, wo der Biber hingebracht werden dürfe.