Einige Veranstaltungen sind fest gebucht. Kunsthandwerker- und Töpfermarkt zum Beispiel finden jedes Jahr statt auf Plätzen in der Innenstadt. Doch was kann es darüber hinaus geben? Und wo? Diese Fragen wurden akut, als klar war, dass die Flussmeisterei nicht länger als Standort für den Kulturbiergarten und den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen wird. Für den Mittelaltermarkt findet sich kein Platz, auf den sich Stadt und Veranstalter einigen können, und für den Kulturbiergarten wird auf Drängen der Stadträte das alte Donaubad untersucht (wir berichteten). Die Stadtverwaltung hatte aber auch andere Plätze unter die Lupe genommen.

Schwal: Er soll als "innerstädtischer Naherholungsraum" erhalten bleiben, findet die Stadtverwaltung. Wochenlange Veranstaltungen kommen nicht in Frage. Nicht nur, um dem Ruhebedürfnis der Anwohner zu genügen, der jetzigen ebenso wie der künftigen, die in den Neubau der Sparkasse ziehen. Der Schwal sei für längere Veranstaltungen auch deswegen nicht geeignet, weil der Rasen kaputt ginge, es Probleme mit Wasser und Abwasser gäbe und im direkten Umfeld keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Lediglich einzelne Veranstaltungen oder Konzerte können nach Auffassung der Verwaltung stattfinden.

Die Stadträte sind durchaus unterschiedlicher Meinung. Für die einen verbietet sich eine häufigere Nutzung, etwa wegen des Kriegsopfer-Denkmals, wie Ulrich Seitz (SPD) sagte. "Der Schwal ist kein Museum", entgegnete Alfred Schömig (FDP). Dort sollten sehr wohl einzelne Feste stattfinden. Dieser Meinung sind auch Waltraud Oßwald und Rupert Seibold (CSU).

Rathausplatz: Er ist für längere Veranstaltungen aus Lärmgründen nicht geeignet, meint die Verwaltung. Ausnahme: der "Winterzauber" im Dezember. Er ist aber keine Freiluftveranstaltung, sagte Fachbereichsleiter Anton Bullinger. Die Hütten dämpften den Lärm.

Petrusplatz: Er ist mittwochs und samstags durch den Wochenmarkt belegt, den die Stadt unbedingt schützen will. Ansonsten seien aus Lärmgründen nur einzelne Veranstaltungen möglich.

Heiner-Metzger-Platz: Für größere Veranstaltungen wie den Mittelaltermarkt ist er zu klein. Und auch sonst gilt: wegen der Anwohner möglichst kein Lärm.

Zentralschulplatz: Spielgeräte und Bepflanzung gliedern ihn in kleine Einheiten. Der Untergrund erlaubt keine längeren Veranstaltungen. Für einzelne Feiern wie das Stadtteilfest sei der Zentralschulplatz aber gut geeignet.

Karl-von-Gravenreuth-Platz: Er wird wie die Maximilianstraße umgestaltet und soll eine höhere Aufenthaltsqualität bekommen. Für Feste ist er aber nur sehr bedingt geeignet: Die Straße müsste dann für den Verkehr gesperrt werden. Über einen längeren Zeitraum geht das gar nicht, stellte die Verwaltung dar.

Maxplatz: Der bereits umgestaltete Platz am nördlichen Ende der Maximilianstraße kommt nicht in Frage, die freie Fläche sei zu klein.

Festplatz Vorfeld: Die Stadt Neu-Ulm hätte dort gern mehr Veranstaltungen. Sie würden Besucher in das Viertel ziehen und es beleben. Der Festplatz ist zu Fuß etwa 1200 Meter vom Petrusplatz entfernt. Den Machern des Mittelaltermarkts war dieser Platz aber zu abgelegen.