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Alle zwei Jahre vergibt die Stadt den Förderpreis "Junge Ulmer Kunst". Der Festakt war ein faszinierendes Kunstfest.

Von einem leisen, fast schon innigen Loblied des Oberbürgermeisters Ivo Gönner auf die Arbeit junger Künstlerinnen und Künstler bis zu krachend lauten Rock-Songs der Band Van Holzen: Es war nicht nur ein würdiger Festakt, es war ein regelrechtes Fest der jungen Ulmer Kunst. "zuhören - hinschauen" heißt ja die traditionsreiche Reihe des Stadthauses - und das war nun wirklich das treffliche Motto für diesen Abend, an dem die mit je 2000 Euro dotierten Ulmer Förderpreise in fünf Sparten vergeben wurden. Die Ausgezeichneten präsentierten sich und ihre Kunst - und stellten sich zudem den pointierten Fragen des Moderators Robin Schuster.

Die Arie "O Du mein holder Abendstern" des Wolfram aus Richard Wagners Oper "Tannhäuser" trug der viel versprechende Bariton Konstantin Krimmel unter anderem vor, begleitet von Manon Parmentier. Im Finale folgte "Classic II" - so hieß zunächst die Marke der ausgeteilten Ohrstöpsel. Die drei fünfzehn- und sechzehnjährigen Musiker der Band Van Holzen (ehemals Rockfish) heizten mit den Songs "Wüste" und "Honig" gewaltig ein. Heavy Metall gab's auch danach, aus den Händen der Juroren bei der Preisverleihung mit Kulturbürgermeisterin Iris Mann - Auszubildende der Wieland-Werke hatten die Trophäen gefertigt. Beste Stimmung im Stadthaus, gefeiert wurde auf der After-Show-Party mit DJ Bernd Leitner & DJ Jan Ilg.

Vieles wird nachklingen, nachwirken. Das Niveau der Förderpreisträger war selten so hoch: die originelle Kunst des Dennis Buck, der seine Initialen D.B. der Welt selbstbewusst aufdrückt; Lukas Pfalzer, der einen witzigen Kurzfilm zeigte über einen durch die Waschmaschine gedrehten Menschen im Zeichen des Mercedessterns - "Cold". Und ganz groß auch die Multikulti-Crew "Incredible Syndicate", die mit ihrer atemraubenden Breakdance-Show höchst virtuose Ulmer Subkultur präsentierte.