Verkehr Fahrrad-Club plädiert für Tempo 30 in Wiblingen

© Foto: Daniel Bockwoldt (dpa)
Ulm / SWP 03.06.2015
Im Streit um die Temporegelung in Wiblingen meldet sich der Allgemeine Deutsche Fahhrad-Club (ADFC) zu Wort. Eine Rückkehr zu Tempo 50 hält er für völlig unangemessen.
Ende April hat das Regierungspräsidium Tübingen angeordnet, die Tempo-30-Zone, die seit Dezember in Wiblingen gilt, teilweise wieder in Tempo 50 umzuwandeln. Gegen diese Rücknahme haben Bürger eine Petition an den Landtag gestartet. Auch der ADFC plädiert für Tempo 30. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ermögliche allen Verkehrsteilnehmern, sich "entspannt und relativ gefahrlos" durch Wiblingen zu bewegen, erklärt Christof Hofmann vom Kreisverband Ulm/Alb-Donau.

Das Regierungspräsidium hingegen missachte die Gefahrenlage für Radfahrer: „In der Hauptstraße ist der Schutzstreifen an vielen Stellen durch Parkplätze unterbrochen und Radfahrer sind gezwungen, auf die Hauptfahrbahn einzuschwenken, um sich in den motorisierten Verkehr einzureihen. Das ist bereits bei Tempo 30 während des Berufsverkehrs eine Herausforderung, aber bei Tempo 50 äußerst riskant.“

Sollte wieder Tempo 50 eingeführt werden, so müsste zumindest ein durchgehender Schutzstreifen angelegt werden. Außerdem müssten zwingend alle Parkplätze am Straßenrand beseitigt werden.
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel