Das "Münsterscanning" des Stuttgarter Künstlers Joachim Fleischer stößt auf wenig Begeisterung unter den Facebook-Nutzern der SÜDWEST PRESSE. Die Kommentare dort – bis Freitag Nachmittag über 30 sowie an die 300 „Likes“ zum Thema – fallen überwiegend kritisch, wenn nicht gar hämisch aus. Vor allem über die Kosten für die Aktion mokieren sich viele User des sozialen Netzwerks.

„Na ja, 240.000 Euro für ein paar LED-Scheinwerfer, ich denke das hätte man auch günstiger händeln und den Rest des Geldes sinnvoll investieren können. In Kindergärten oder Schlaglöcher beseitigen“, schreibt beispielsweise Stefan Schilling. Andere dagegen hätten es lieber etwas heller respektive bunter: „Ziemlich öde für so ein Bauwerk . . . hätte mehr erwartet“, findet Facebook-Nutzer Sa Scha. „N’Witz, dafür extra anzufahren“, schreibt Daniel Cupi. „Künstler? Da hätte jeder Elektriker für ein Zehntel des Geldes mehr draus gemacht“, meint Karl-Peter Ebner. Ralf Hollerbach schlägt als Namen für das Kunstprojekt „Münsterfunzel“ vor, während Rainer Oettinger den Titel „Münsterscanning“ bevorzugt, allerdings als Kandidaten für das „Unwort des Jahres 2015“ wie er schreibt. „Hätte man den Turm nicht einfach richtig beleuchten können statt nur dessen Spitze? Da wird mir als Lichtgestalter ganz flau, wenn ich das sehe“, findet Julian Knödler.