Expressive "Ikonen"-Malerei

Janina Roider und ihre Version von Frida Kahlo. Foto: Volkmar Könneke
Janina Roider und ihre Version von Frida Kahlo. Foto: Volkmar Könneke
LGH 22.06.2013

Zuerst ist da nur eine Ahnung von Haut und zerlaufenem Lippenstift. Von etwas, das sehr weich und hell und fraulich ist. Man muss genau hinsehen, vielleicht den Titel zu Hilfe nehmen, doch dann schält sich ein bekanntes Bild aus dem wilden Farbenfest, das ein wenig an Willem de Koonings "Women" erinnert: Natürlich ist es Marilyn. In der Populärkultur, in der Pop Art wurde die leuchtend tragische Monroe zum massenhaft reproduzierten Abziehbild. Und so wenig Ähnlichkeit der abstrakt-expressive Duktus von Janina Roider damit hat, so wenig geht es auch der 1986 geborenen Künstlerin um die individuelle Frau. Ihre erste Einzelausstellung "Ae Farewell, Alas, For Ever!" in der Smudajescheck Galerie handelt vor allem von der Malerei.

Dass sie malen kann, dafür spricht nicht nur die Tatsache, dass die junge Frau Meisterschülerin von Günther Förg an der Kunstakademie in München ist. Dafür stehen auch ihre souverän ausgeführten Gemälde, die sich allesamt an ikonischen Gesichtern ausprobieren: Da ist Elvis Presley, dort Amy Winehouse und hier Frida Kahlo: Unbeschadet lebensecht starrt sie aus dem Farbgewitter. Info Zur heutigen Museumsnacht von 19 Uhr an zeigt Janina Roider ab 21 Uhr stündlich den von ihr konzipierten Film "Laddies & Lassies". Außerdem gibt es Whisky Tasting an einer Bar-Installation von Julia Schoell. Die Ausstellung läuft bis 13. Juli.

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