Neu-Ulm Evobus: Abbau bis Ende 2012 festgezurrt

In der Produktion im Evobus-Werk in Neu-Ulm sind große Veränderungen geplant. Foto: Archiv
In der Produktion im Evobus-Werk in Neu-Ulm sind große Veränderungen geplant. Foto: Archiv
FRANK KÖNIG 10.08.2012
Die Verhandlungen über den Stellenabbau bei Evobus sind Ende 2012 weitgehend abgeschlossen. Davon zeigte sich Personalchef Klaus Graf am Rande der Vorstellung eines Feriencamps für Mitarbeiterkinder überzeugt.
Das Daimler-Unternehmen baut wegen rückläufiger Aufträge bei Omnibussen am Standort Neu-Ulm 360 Stellen ab – ohne Kündigungen. Graf zeigte sich zuversichtlich, dass zwei Drittel des Abbaus mittels Altersteilzeit bewältigt werden können. Derzeit liefen „Hunderte von Gesprächen“ mit den Mitarbeitern, die mindestens 57 Jahre alt sind und für die Altersteilzeit in Frage kommen. Alle Details würden dabei wiederholt besprochen.

Außerdem bietet Evobus Aufhebungsverträge mit Abfindungen an. Bei Iveco, wo ebenfalls Stellen abgebaut werden, betragen die Abfindungen je nach Betriebszugehörigkeit maximal 220.000 Euro. Von Evobus gibt es hierzu keine Angaben.

Für Evobus hatte Produktionschef Wolfgang Hänle zuletzt mitgeteilt, dass die Produktion auf einem Zehnjahrestief angelangt sei. Gleichwohl hat Evobus die neue Setra-Omnibusgeneration 500 entwickelt, die bei der IAA Nutzfahrzeuge nun präsentiert wird. Das Werk Neu-Ulm bleibt bis 2015 uneingeschränkt Produktionsstätte für Setra-Busse. Die Arbeitszeitkonten sind noch im Plus, es gibt keine Werksferien. Mitarbeiterzahl zuletzt: rund 3800.