Industrie Evobus setzt auf neuen Setra

Neuer  Evobus-Chef: Till Oberwörder.
Neuer Evobus-Chef: Till Oberwörder. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / jkl 27.07.2018

Die Marktführerschaft in Deutschland und Europa ist weiter gesichert. Dennoch musste die Bussparte von Daimler im zweiten Quartal auf dem deutschen Markt einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnen, sagte gestern der seit April weltweit für das Daimler-Busgeschäft verantwortliche Till Oberwörder. Die inländischen Standorte Neu-Ulm (Reisebusse) und Mannheim (Stadtbuss) seien trotzdem gut ausgelastet. „Das war ein anständiges zweites Quartal“, erklärte Oberwörder. Der Rückgang bei Umsatz und Ergebnis sei auch auf einen „ungünstigen Mix“ zurückzuführen. So verkaufte Daimler weltweit weniger lukrative Komplettbusse als Fahrgestelle.

Den Rückgang von 800 auf 700 Einheiten in Deutschland sei mehrheitlich auf die Nachfrage der ansonsten vor allem in der ersten Jahreshälfte gefragten Fernbusse zurückzuführen. Die Auslastung im Werk Neu-Ulm in dem momentan 3870 Mitarbeiter beschäftigt sind sei jedoch „sehr stabil“. Einen Impuls erwartet sich Oberwörder vom neuen Setra Doppelstockbus S 531 DT. „Die Serienproduktion unseres Flagschiffes hat begonnen. Das stimmt uns für das zweite Halbjahr sehr positiv.“ Zahlreiche Aufträge für das neue Modellen seien bereits im Werk eingegangen. Im Stadtbusgeschäft setzt Daimler auf den ersten elektrisch angetriebenen Citaro der noch in diesem Jahr in Serie vom Band laufen soll. „Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Absatzsteigerung.“

Erstes Halbjahr in Zahlen

Quartal Die Sparte Daimler Buses ist im zweiten Quartal bei den Stückzahlen stabil bei 7522 (plus 18) Einheiten im Vergleich zum Vorjahr geblieben. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der verkauften Komplettbusse und Fahrgestelle im Vergleich zu 2018 um drei Prozent auf 13 266.

Ebit Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis (Ebit) sank ebenfalls um 15 Prozent auf 66 Millionen Euro. Im Halbjahresvergleich sogar um 31 Prozent.  Die Umsatzrendite liegt bei 6,1 Prozent.

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