Noch kein Jahr ist Saskia Binder mit ihrem Team mit den Exit Games in Ulm am Start, mittendrin in Ulm, in der Hirschstraße 18. Etwas versteckt zwischen New Yorker und dem Schuhhaus Geiwitz findet man den Eingang. Drei Räume gibt es hier, in denen man sich im Team den Kopf zerbrechen darf.

Escape Rooms in Ulm: Asteroid rast auf Erde zu

„Space Escape ist der Einsteiger-Raum,“ erzählt Stefanie Trincas, die stellvertretende Geschäftsleitung. „Ein Asteroid rast auf die Erde zu und man muss mit seinem Team das Raumschiff starten, in den Weltraum fliegen, den Asteroiden zerstören und dann auch wieder heil und gesund zurückkommen“, so Trincas. Natürlich ist das nur kurz zusammengefasst, für jeden Teil der Mission muss man eine Menge kniffliger Rätsel lösen. Auf eine Stunde ist die Mission angesetzt, „natürlich gibt es extrem schnelle Gruppen, manchmal besuchen uns Profis, die an den Wochenenden Exit Games in ganz Deutschland bereisen, die sind natürlich geübt und dementsprechend schnell.“

Wer lüftet das Geheimnis der Rätselräume in der Hirschstraße?
© Foto: Stefanie Müller

Kriminalfall in Ulm: Menschen verschwinden auf mysteriöse Weise

Andere Spieler brauchen länger. „Die meisten schaffen es gerade so in der Stunde – das ist aber völlig ok, es soll ja auch Spaß machen“, so Trincas. Ein anderer Raum nennt sich „Blood Lust“ – hier heißt es Kopf an und einen Kriminalfall lösen: In Ulm sind in den vergangen drei Jahren immer wieder auf mysteriöse Weise Menschen verschwunden. Das Team muss herausfinden, was passiert ist und vor allem, wer der Täter ist.

Der dritte Raum heißt „Revolución olé“, der schwerste Raum. Hier wird man zum Revolutionsführer, der die stärksten Mächte auf die eigene Seite ziehen muss, um schließlich den ungeliebten Präsidenten zu stürzen. Zwischen zwei und sieben Spieler können in einem Raum rätseln: „Von Schulklassen über Familien bis hin zu Arbeitskollegen, Firmen oder auch Events wie Junggesellenabschiede oder Geburtstagsfeiern haben wir hier alles“, sagt Stefanie Trincas.

Rätsler bauten Steckdose aus

Sie selbst kommt eigentlich aus der Automobilbranche, suchte nach der Elternzeit eine flexible Stelle und fand sie bei den Exit Games. Die anderen Kollegen sind Minijobber, der Großteil Studenten. „Während die Spieler in den Räumen sind, verfolgen die Mitarbeiter die Teams über Kameras – so kann man dann auch Tipps geben wenn gar nichts mehr geht“, so Trincas. „Natürlich haben wir hier schon einiges erlebt – einmal hat jemand eine Steckdose komplett ausgebaut, das sagen wir jetzt immer vorher dazu, dass diese nicht Teil des Rätsels sind“, lacht sie.

Alternativ zu den „Escape Rooms“ gibt es auch Stadtrallyes.
© Foto: Exit Games

Alternative: Stadtrallyes in Ulm

Wer lieber im Freien Rätsel löst, der ist richtig bei den Stadtrallyes. Zweieinhalb Stunden kann man hier mit Hilfe eines Tablet-PCs durch die Stadt ziehen und verschiedenste Rätsel lösen. Chefin Saskia hat selbst alle Punkte aufgestöbert und auch die Rätsel dazu entworfen. Dabei gibt es die Rallye „Kunstraub“ für kleinere Gruppen, große Gruppen haben die Möglichkeit, gleichzeitig in mehreren Teams zu spielen. Bei allen Räumen und Rallyes sind in Sachen Alter keine Grenzen gesetzt. „Wir haben schon auch mal Seniorengruppen hier, aber viel zu selten, da ist noch Luft nach oben“, sagt Stefanie Trincas. „Wir würden uns natürlich auch über etwas ältere Spielergruppen sehr freuen.“

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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