Baustellen Baustellen: Es ist eng in der City

In der Friedrich-Ebert-Straße geht es drei Jahre lang nur ein- spurig voran. Im März wurde die Baustelle eingerichtet.
In der Friedrich-Ebert-Straße geht es drei Jahre lang nur ein- spurig voran. Im März wurde die Baustelle eingerichtet. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Chirin Kolb 30.12.2017
Die Baustellen für die Linie 2, die Tiefgarage am Bahnhof und vieles andere sorgen für Behinderungen.

An der ganzen Linie 2 vom Kuhberg durch die Stadt bis zum Eselsberg wird zwar schon länger gebaut, in diesem Jahr aber wurde es richtig heftig mit den Baustellen. Denn vor dem Bahnhof hat der Bau der Tiefgarage begonnen. Das bedeutet: Vor allem in der Friedrich-Ebert-Straße und den Zufahrten Olgastraße und Zinglerstraße wird es eng.

Im März wurde die neue Verkehrsführung in der Friedrich-
Ebert-Straße eingerichtet. Drei Jahre lang kann sich der Verkehr nur einspurig in jede Richtung am Bahnhof entlang schlängeln. Auch für Fußgänger und Radfahrer änderte sich in diesem Bereich einiges, sie müssen ebenfalls Umleitungen, weitere Wege und überraschende Verkehrsführungen in Kauf nehmen.

Den größten Eingriff in den Verkehr legten Stadt Ulm und SWU auf die Pfingst- und Sommerferien, wenn weniger Autofahrer unterwegs sind. Dann wurden die Gleisdreiecke an den Kreuzungen Wagnerstraße/Bayerstraße und Olgastraße/Neutorstraße eingebaut – ein besonders neuralgischer Punkt. Weil es an der Straßenbahnbaustelle in der Neutorstraße ungeahnte Probleme gab, gerieten die Bauarbeiten dort in Verzug: mit der Folge, dass die Neutorstraße länger als vorgesehen teilweise gesperrt blieb.

Doch es ging voran mit der Linie 2. Im April wurden am Kuhberg die ersten Gleise verlegt, und im selben Monat war der Brückenschlag vollendet: Die Straßenbahnbrücke, die stückweise gebaut und Richtung Kienlesbergstraße verschoben wurde, hatte ihr Ziel erreicht. Die neue Straßenbahnlinie soll am 9. Dezember 2018 in Betrieb gehen.

Mit einem symbolischen Baggerbiss begannen im Mai die Bauarbeiten für die Tiefgarage am Bahnhof. Die 540 Parkplätze sollen rund 35 Millionen Euro kosten und im Herbst 2020 fertig sein. Dazu kommt noch eine unterirdische Passage für 15 Millionen Euro, die das Parkhaus, den Bahnhof, die Innenstadt und die Sedelhöfe verbinden soll.

Streit um den künftigen ZOB

Dem Sedelhöfe-Investor DC gelang ein Coup: Er kaufte das Gebäude Bahnhofplatz 7, um das sich die Stadt Ulm jahrelang vergeblich bemüht hatte. Es soll den Sedelhöfen zugeschlagen werden.

Um diese Planung gab es kommunalpolitische Diskussionen. Viel höher schlagen die Wellen aber beim künftigen Zentralen Omnibusbahnhof. Er soll nach dem Willen des Baubürgermeisters verkleinert werden, um Platz für einen Neubau als südliche Platzbegrenzung am Bahnhofplatz zu schaffen. Die IHK läuft Sturm gegen diese Pläne und fürchtet um die Funktionsfähigkeit des ZOB. Fortsetzung folgt: im nächsten Jahr.

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