Hochschule Erweiterungsbau der Hochschule steht schon als Modell

Frieder Vogelsgesang, Staatliches Bauamt Krumbach (von links), Prof. Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der HNU und Kanzler Marcus Dingel mit dem visualisierten Neubau der Neu-Ulmer Hochschule.
Frieder Vogelsgesang, Staatliches Bauamt Krumbach (von links), Prof. Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der HNU und Kanzler Marcus Dingel mit dem visualisierten Neubau der Neu-Ulmer Hochschule. © Foto: Hochschule Neu-Ulm
Neu-Ulm / CHIRIN KOLB 15.06.2015
2016 beginnen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Hochschule Neu-Ulm. Der Neubau wird weiß, ähnelt aber sonst sehr dem schwarzen Nachbarn.
Noch ist der Neubau der Hochschule Neu-Ulm (HNU) nur ein Lego-Modell im Maßstab 1: 100, gebaut von Studenten. Im Frühjahr 2016 rücken aber die richtigen Bauarbeiter an, „sobald es das Wetter zulässt“, wie Baudirektor Frieder Vogelsgesang vom Staatlichen Bauamt Krumbach sagt. Er drückt aufs Tempo, und das ist ganz im Sinn der Hochschule. Denn die plagen Platznöte, und der Erweiterungsbau soll zum Start des Wintersemesters 2018 bezugsfertig sein.

Er entsteht in Verlängerung des erst 2008 fertiggestellten HNU-Baus im Wiley. Dieser erste Bauabschnitt war im Grunde schon damals zu klein, sagte HNU-Kanzler Marcus Dingel bei der Vorstellung der Pläne. Sie sehen nach dem Entwurf der Architekten Fritsch und Tschaidse ein 25 Meter breites und 80 Meter langes Gebäude vor – es wird also knapp halb so groß wie die jetzige Hochschule. Die ist schwarz, der Erweiterungsbau wird weiß. „Wir wollten eine andere Formensprache“, sagt Vogelsgesang. Ein weiterer dunkler Riegel wäre an dieser Stelle nicht passend, meint er. Die Fassade soll aus weiß beschichteten Glasplatten bestehen.

Ansonsten ähnelt der Neubau in seiner Form und den Fensterbändern dem Nachbarn. Er hat ebenfalls mit Untergeschoss vier Geschosse. Die beiden Gebäude werden weder mit einer Brücke noch mit einem Tunnel verbunden. Aus Kostengründen, wie Vogelsgesang sagte. „So etwas kostet leicht ein paar Millionen. Das Geld kann man besser in die Innenausstattung investieren.“ Wer vom einen Gebäude ins andere gelangen will, muss also den Geh- und Radweg überqueren. Der Erweiterungsbau wird rund 24 Millionen Euro kosten.

Vor dem Neubau entstehen 460 Parkplätze. Die Wiley-Bewohner sind froh um jeden, denn sie klagen über zugeparkte Gehwege, Carports und Eingänge. Die Turnhalle muss im August für den Neubau weichen, der Wasserturm bleibt erhalten.

Die Hochschule Neu-Ulm hat derzeit 3825 Studierende. Im Jahr 2018, zur Eröffnung des Erweiterungsbaus, rechnet Kanzler Dingel mit rund 3500. Dass es in drei Jahren voraussichtlich weniger sein werden als jetzt, liege unter anderem an den doppelten Abitur-Jahrgängen. Nicht alle der Studenten studieren im schwarzen Gebäude der HNU. Sie hat aus Platzmangel weitere Flächen angemietet: fast 1700 Quadratmeter im Edison-Center ebenfalls im Wiley und 1900 Quadratmeter im alten, 2008 aufgegebenen Gebäude der HNU im Vorfeld. Die alte FH soll endgültig für die Hochschule passé sein, sobald der Erweiterungsbau bezogen werden kann.

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