Nahverkehr Erster Hybridbus fährt im Ding-Gebiet

Evobus-Geschäftsleiter Vertrieb Axel Stokinger übergab Sandra Scharrenberger den Schlüssel.
Evobus-Geschäftsleiter Vertrieb Axel Stokinger übergab Sandra Scharrenberger den Schlüssel. © Foto: Daimler
Neu-Ulm / Julia Kling 28.07.2018

Ob den Fahrgästen der Unterschied im täglichen Betrieb auffällt, wird sich noch zeigen. Äußerlich unterscheidet sich der Hybrid-Bus, den das Busunternehmen Gairing am Donnerstag präsentierte, jedenfalls nur unwesentlich von seinen reinen Verbrennungskollegen. Technisch dagegen umso mehr. Der verbaute Elektromotor soll den Verbrauch im Vergleich zu rein dieselbetriebenen Bussen um bis zu 8,5 Prozent reduzieren. Das war für Sandra Schnarrenberger, geschäftsführende Gesellschafterin des Busunternehmens, ein entscheidendes Kriterium.

„Gerade für uns Busunternehmer ist die Mobilitäts- und Antriebswende eine große Herausforderung“, sagte Schnarrenberger bei der Präsentation in der Glacis Galerie. Die Ingenieurin ist sich sicher, dass die Antriebsentwicklung fortschreiten wird. Ein rein batteriebetriebener Bus sei für ihr Unternehmen jedoch uninteressant. „Der hat nicht die Leistung, die wir benötigen, um die Fahrpläne einzuhalten.“ Zudem seien die Ladezeiten noch zu lang und die Infrastruktur nicht gegeben. Ein Netz mit E-Bussen sei nur in Kooperation mit Landkreis, Stadt und anderen Busunternehmer zu realisieren.

Im Gegensatz zu reinen E-Bussen halten sich die Mehrkosten für den Hybridbus in Grenzen. Rund 10 000 Euro kommen bei einem Anschaffungspreis von gut 400 000 Euro oben drauf Landrat Thorsten Freudenberger lobte den „mutigen Schritt. Der Bus ist eigentlich ein Klassiker.“ Mit modernster Technik ausgestattet könne er jedoch ein wichtiger Teil der Mobilitätswende sein.

Funktionsweise des Motors

Hybrid Ein Elektromotor zwischen Motor und Automatikgetriebe arbeitet beim Schubbetrieb oder Bremsen des Busses als Generator. Der so gewonnen Strom wird in zwei 48 Volt-Batterien kurzzeitig gespeichert. Beim Beschleunigen greift der E-Motor auf die Energie zurück und unterstützt das Dieselaggregat. Maximale Leistung: 14 Kilowatt.

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