Jubiläum Erster Aufwind für Berblinger-Feier

Ulm / Magdi Aboul-Kheir 16.04.2018

Wie soll Ulm in zwei Jahren den 250. Geburtstag Albrecht Berblingers feiern? Darüber haben sich die Kulturverwaltung und die Fraktionen über lange Zeit ausgiebig vor und hinter den Kulissen gestritten, im Herbst waren die Planung sogar auf Eis gelegt worden, nun zeichnet sich langsam ein Weg ab. Der Kulturausschuss des Gemeinderats stimmte jetzt einem Kompromiss-Konzept zu, das die diversen Wünsche, Ideen und Befindlichkeiten berücksichtigt.

So wird die Verwaltung nun die Idee einer Skulptur ernsthaft prüfen. Genauer: „Die bauliche oder künstlerische Aufwertung der Adlerbastei als bleibende Installation, die an Albrecht Ludwig Berblinger erinnert.“ 500 000 Euro soll dafür maximal ausgegeben werden. Die Grünen stimmten dagegen, denn, so Annette Weinreich, „die Zeiten der Skulpturen sind vorbei“. Die FWG hingegen findet diese Idee besonders erfreulich, „weil so etwas Beständiges entsteht für Ulmer Bürger und Besucher“, wie Helga Malischewski sagte.

Der weiteren Konzeption des Themenjahrs stimmten dann alle zu. Insgesamt 1,075 Millionen Euro will man sich ein Potpourri an Veranstaltungen und Vorhaben kosten lassen. Dazu soll eine Festwoche mit Schwerpunkt an der Donau gehören, mit einer audiovisuellen Installation, mit spielerischen Aktionen an der Adlerbastei und vielleicht einer Seilbahn über der Donau, mit Bühnen-Events wie eventuell einem Musical, Open-Air-Kino und einer „Plattform der Visionäre“.

Zudem will sich die Stadt als „Innovationslabor“ präsentieren, mit einem Bürgerwettbewerb (Arbeitstitel „Beam Me Up, Berblinger“), einer „Nacht der Innovationen“ und Ausstellungen.

Nicht zuletzt wird an der „Vision Donauflug“ festgehalten: Der seit vielen Jahren proklamierte Donau-­Langstreckenflug soll „mit überschaubarem Aufwand“, mit zwei bis drei Fliegern umgesetzt werden.

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