Straßenbahn Linie 2: Erste Gleise Richtung Eselsberg verlegt

Bauarbeiten in brütender Hitze: In der Neutorstraße liegen jetzt auch Straßenbahngleise.
Bauarbeiten in brütender Hitze: In der Neutorstraße liegen jetzt auch Straßenbahngleise. © Foto: Thomas Vogel
Chirin Kolb 23.06.2017
Am Kuhberg liegen die ersten Gleise der Linie 2 schon seit Wochen. Jetzt geht es auch dem Streckenast Richtung Eselsberg sichtbar voran.

Was für ein Gegensatz! Als Ende April am Kuhberg die ersten Gleise für die neue Straßenbahnlinie 2 verlegt wurden, war es bitter kalt und es lag Schnee. Jetzt wurden die ersten Gleise auf dem anderen Streckenast, dem Richtung Eselsberg, verlegt – in brütender Hitze und unter sengender Sonne.

Für die Verantwortlichen bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) und der Stadt Ulm ist damit ein nächstes, wichtiges Etappenziel erreicht. Die Gleise seien das sichtbare Zeichen dafür, dass es voran geht mit dem Großprojekt, dessen Baustelle sich durch die ganze Stadt zieht.

Als die ersten Gleise an der Kreuzung Neutorstraße/Karlstraße verlegt waren, gab es für die Bauarbeiter zwar einen Grund zum Feiern, aber angestoßen wurde nicht mit Sekt, sondern „mit viel Selters“, wie Carmen Mark von der Öffentlichkeitsarbeit der Linie 2 berichtet. Es floss nur Mineralwasser wegen der „tropischen Temperaturen“, die diesen so symbolträchtigen Arbeitsschritt begleitet haben.

Alles im Zeitplan

Dass nun Gleise liegen bedeutet auch: Die zeitraubende und laut Mark oft mühselige Neuverlegung von Kanälen und Leitungen ist in diesem Abschnitt abgeschlossen. Die Bauarbeiten für die Linie 2 liegen insgesamt sehr gut im Zeitplan, sagt Mark. „Teilweise ging es etwas schneller, teilweise gab es kleinere Verzögerungen, die den Zeitplan aber nicht durcheinander bringen.“

Größere Eingriffe in den Straßenverkehr gibt es noch einmal in den Sommerferien, wenn an den Kreuzungen Olgastraße/Neutorstraße und Wagnerstraße/Beyerstraße die Gleisdreiecke eingebaut werden, die Kreuzungen der beiden Straßenbahnlinien also. Die Vorarbeiten wurden in den Pfingstferien erledigt. Dass auch dieser Zeitplan eingehalten werden kann, sei wichtig. Nicht nur, weil in Ferienzeiten weniger Verkehr herrscht, sondern auch, weil in dieser Zeit keine Straßenbahnen fahren können. Einen so genannten Schienenersatzverkehr mit Bussen zu organisieren, brauche einen längeren Vorlauf.