Erste Begegnung mit Ulm

Das Kunstwerk"Henriette von Ofterdingen". Foto: Otfried Käppeler
Das Kunstwerk"Henriette von Ofterdingen". Foto: Otfried Käppeler
KÄL 25.07.2012
Es soll tatsächlich Menschen geben, die noch nie in Ulm waren. Zu denen gehören Dagmar Tille und Lutz Wiedemann, die derzeit in der Galerie im Griesbad das Projekt "7 Tage Ulm - Aspekte einer ersten Begegnung" gestalten.

Dafür sind sie mit Fotoapparat und Tonband durch Ulm gelaufen; sie haben auch noch einiges gesammelt und eingekauft. Aus dem Material macht das Künstlerpaar Objekte, Installationen und Bilder. Auffallend etwa "Henriette von Ofterdingen", bestehend aus rosaroten, blumenförmigen Fliegenklatschen, runde und schwarze Massagebürsten sowie Wattestäbchen und Trinkhalmen.

Wenn Wiedemann ein Wandobjekt aus unbelichteten Filmstreifen "Erinnerung" nennt, dann könnte der Titel für das ganze Projekt stehen. Denn auch die Ulm-Fotos von Dagmar Tille, deren Motive strukturelle oder farbige Eigenheiten aufzeigen, sind letztlich Erinnerungen, festgehalten durch das Brennglas einer individuellen Perspektive.

Wie sich das Ulm-Projekt entwickelt, wird online fortlaufend dokumentiert: unter 1-2-3-ulm. artediretta.de. Am Donnerstag findet von 16.30 bis 19 Uhr in der Galerie zudem ein Werkstattgespräch statt. Eine Finnisage gibt es am Samstag, 19.30 Uhr, am Sonntag ist von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet.