Vier Seiten im „Playboy“: Der Ulmer Unternehmer Ernst Prost wird in der aktuellen Ausgabe des Magazins als „Krisengewinner“ gefeiert. „Playboy“-Verleger Florian Boitin hatte den Geschäftsführer von Liqui Moly in seinem Schloss in Leipheim besucht und interviewt: als „erfolgreichen Unternehmer, großzügigen Gönner und Mann klarer Worte“.
Für den „Playboy“-Fotografen posiert 63-jährige Harley-Fan Prost in Jeans, Hawaiihemd und Cowboyboots mit seinem eigens angefertigten Nachbau des „Captain America“-Motorrads aus dem Kultfilm „Easy Rider“. Denn Prost sammelt nicht nur Kunst, sondern auch solche Maschinen - was bestens zu einem Mann passt, der sein Vermögen als Hersteller von Additiven, Schmierstoffen und Motorölen gemacht hat.

Prost im Playboy über Corona: „Was soll man denn in so einer Krise anderes machen, als Gas zu geben?“

Im Interview spricht Prost markig darüber, wie er als Unternehmer in der Corona-Pandemie agiert und wie er in ihr vor allem eine Chance für sein Unternehmen sieht: „Was soll man denn in so einer Krise anderes machen, als Gas zu geben?“ Wenn man jetzt zurückziehe, verschlimmere man die Auswirkungen der Krise noch mehr. „Jetzt ist Gegenwehr gefragt. Ich muss mich doch jetzt mit aller Kraft in die Schlacht werfen.“

Prost: „Kann besser austeilen als einstecken“

Dem „Playboy“-Chef hat Prost ein Interview gegeben, weil es ihn beeindruckt, wie Boitin, der seit 2009 Chefredakteur des Magazins ist, es gewagt hat, nun zudem als Verleger Verantwortung zu übernehmen.
Im Interview erzählt Prost auch, dass er besser austeilen als einstecken kann. Darin sei er tausendmal besser. Das konnte die Öffentlichkeit zuletzt in Prosts Streit mit dem Ulmer Unternehmer Walter Feucht beobachten. Feucht (Uldo Backmittel) hatte Prost in einer Kolumnen als Selbstdarsteller attackiert. Prost hatte in zwei Offenen Brief massiv zum verbalen Gegenschlag ausgeholt und Breitseiten gegen Feucht abgefeuert.