Rocker Ermittlungen im Rockermilieu: Bordell-Betrieb soll überprüft werden

Ulm / HANS-ULI MAYER 23.03.2013

Die zwei vor einer Woche verhafteten mutmaßlichen Anführer der rockerähnlichen Gruppierung Black Jackets schweigen zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen. Die Polizei hatte die zwei 24 und 32 Jahren alten Männer am Freitag vergangener Woche in den Räumen des Lustpark genannten Bordells an der Blaubeurer Straße verhaftet und gleichzeitig ein großes Waffenarsenal sichergestellt.

"Die Zeit arbeitet für uns", sagt derweil Polizeisprecher Wolfgang Jürgens: "Die sind nicht allzu redselig. Aber das haben wir auch gar nicht erwartet." Die Ermittler setzen auf neue Erkenntnisse aus den so genannten Strukturermittlungen. Hierbei geht es darum, den Organisationsgrad der Gruppe er recherchieren und herauszufinden, wer welche Rolle spielt und wofür verantwortlich zeichnet.

Hintergrund ist die seit Wochen dauernde Konfrontation mit einer ähnlichen Gruppierung aus dem Großraum Stuttgart. Die so genannten Red Legions werden ebenso wie die Black Jackets als eine rockerähnliche Gruppierung eingestuft, deren Mitglieder sich in Hierarchie und Organisation zwar sehr den richtigen Rockern ähneln, aber nicht zwingend Motorrad fahren und so genannte Kutten tragen. Die Stuttgarter Gruppe ist offenbar nicht im Rotlicht-Milieu aktiv.

Derweil haben die Gespräche zwischen der Polizeiführung und der Stadtverwaltung über den Lustpark noch nicht stattgefunden. Offenkundig gibt es einen häufigen Betreiberwechsel, was aber nicht verboten ist. Die Polizei will dennoch ausloten, ob gewerbsmäßig eine Unzuverlässigkeit vorliegt und eventuell rechtliche Schritte möglich sind.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel