Für den die Ermittlungen führenden Polizeibeamten besteht kein Zweifel: „Von der Plausibilität her ist das ganz logisch“, sagte er gestern vor Gericht und meinte damit ein Autorennen auf der Frauenstraße. Angeklagt sind zwei junge Männer (18 und 20 Jahre alt), die mit den Autos ihrer Eltern (BMW 330 D und Mercedes E 222 CDI) auf der Frauenstraße ein Rennen veranstaltet und dabei andere Autofahrer und Fußgänger gefährdet haben.

Durch die Stadt gerast

Für den Polizeihauptkommissar ist klar, dass die beiden Männer etwa zwischen Müller-Kaufhaus und dem früheren Postgelände  mit Geschwindigkeiten von 70 und 120 Sachen gerast sind – einer rechts auf der Busspur, der andere links meist auf der Gegenfahrbahn oder den Linksabbiegespuren. Nach ein paar hundert Metern war dem Mercedes auf der linken Spur ein Auto entgegengekommen, weshalb er den Wagen seines Vaters scharf nach rechts auf die Busspur lenkte, wo er den BMW seines parallel rasenden Freundes kollidierte.

Den Unfall selber leugnen die Angeklagten nicht. Wohl aber, dass es sich dabei um ein Rennen gehandelt habe. Vielmehr gab der 18-jährige Fahrer des Mercedes an, an der Ampel gestanden zu haben, um nach links in die Bockgasse abzubiegen. Erst kurzfristig habe er sich entschieden, doch gerade aus zu fahren und sei deshalb rechts rüber gezogen. Zeugen hatten freilich anderes berichtet und angegeben, links und rechts von zwei Fahrzeugen mit hoher Geschwindigkeit überholt worden zu sein.

Der 20-jährige Angeklagte muss sich zudem wegen eines Unfalls in Neu-Ulm verantworten. Auch dabei soll er zu schnell gefahren sein. Fortsetzung am 7. Januar.

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