Arbeit spaltet die Gesellschaft. Die einen haben davon im Überfluss. Sie definieren sich ausschließlich über ihren Beruf, den sie als Garant für Geld und persönliches Glück begreifen, frei nach Descartes: "Ich arbeite also bin ich." Im ungünstigsten Fall geht dabei das Privatleben flöten oder man brennt aus. Die anderen dagegen haben gar keine oder zu wenig Arbeit, sind ökonomisch und sozial aus der Gesellschaft ausgeschlossen und hangeln sich bestenfalls von einem befristeten Mini-Job zum nächsten.

Zerfällt die Gesellschaft zunehmend in diese zwei Kategorien? Wandelt sich das Verständnis von Arbeit? Wie wird die Arbeit der Zukunft aussehen? Um diese und andere Fragen drehen sich die von Stadt, Universität und Sparda-Bank veranstalteten "5. Ulmer Denkanstöße", die vom 14. bis zum 17. März hauptsächlich im Stadthaus stattfinden. Außer Vorträgen bekannter Referenten gibt es auch Filme, eine Performance sowie ein Kabarett.

Den Eröffnungsvortrag am Donnerstag, 15. März (19.30 Uhr), hält Dr. Notker Wolf, Abtprimas der Benediktiner. Sein Thema: "Ora et labora - Anregungen für die Lebensgestaltung in einer komplexen Welt." Um Geschichte und Wandel des Arbeitsbegriffes geht es tags drauf (14.30 Uhr). Philosoph Dr. Christoph Hubig (TU Darmstadt) spricht über die historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs, Prof. Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Employability der FH Ludwigshafen, schaut in die Zukunft. Das tut auch Zukunftsforscher Matthias Horx im Abschlussvortrag "Die Zukunft der Arbeitswelt" (Samstag, 17 Uhr).

Die Vorträge und Kinofilme (im Xinedome) sind frei, der Eintritt für das Musikkabarett "Pecunia non olet. Geld stinkt nicht." am Freitagabend im Stadthaus beträgt 12 Euro. Spenden sind willkommen. Sämtliche Einnahmen kommen dem Grünen Zweig Ulm zugute, einer gemeinnützigen Organisation, der Leuten mit Handicap den beruflichen (Wieder-) Einstieg ermöglicht. Für jeden gespendeten Euro will die Sparda-Bank einen weiteren drauflegen, kündigte deren Marketingleiter Günther Przyklenk an.

Info Das vollständige Programm und weitere Details zu den 5.Ulmer Denkanstöße unter www.ulmer-denkanstoesse.de