So international waren die Einstein-Läufe noch nie. Aus Hongkong und Festlandchina, Brasilien und Chile, Südafrika und Indien reisen einige Läufer zum am kommenden Sonntag zum 15. Mal stattfindenden großen Ulm/Neu-Ulmer Laufspektakel an, berichteten die Organisatoren um Markus Ebner und Bernd Hummel am Montag bei der Vorab-Pressekonferenz im Studio der Sparkasse. Der Grund: Erstmals hatten die Veranstalter den Marathon auf einem internationalen Online-Portal beworben. Was offenbar gefruchtet hat.

Mehr Frauen dabei

Rein quantitativ scheint der Peak indes erreicht zu sein. Knapp 12.400 und damit etwas weniger Teilnehmer als 2018 sind für die insgesamt acht Streckenlängen und Disziplinen  – vom 42,195-Kilometer-Marathon über Halbmarathon, Inliner-Halbmarathon bis zum doch eher gemütlichen 10-Kilometer-Walk – gemeldet. Damit befinde man sich gleichwohl „auf dem hohen Niveau des Vorjahres“, sagte Ebner, der daran erinnerte, dass man bei der Erstauflage 2005 mit gerade mal 5700 Läufern  gestartet war.

Auch der Frauenanteil sei mit den Jahren deutlich gestiegen und liege mittlerweile konstant bei über 40 Prozent. „Wir liegen damit voll im Trend.“ Auffällig sei in diesem Jahr allenfalls, dass in den Nordic-Walking-Distanzen fast doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr an den Start gehen. Ebners Fazit: „Die Laufbegeisterung ist ungebrochen.“ In Zahlen heißt das unter anderem: Für die Marathon-Strecke gibt es 674 Anmeldungen, 4807 wollen den Halbmarathon laufen, 3490 Hobby­sportler haben sich den 10-Kilometer-Citylauf  vorgenommen.

Strecke verläuft nicht mehr durch die Glacis Galerie

Was den – im vergangenen Jahr von Streckenchef Bernd Hummel abgeänderten – Streckenverlauf betrifft, bleibt nahezu alles beim Alten. Nur der kurze Abstecher mitten durch die Glacis-Galerie fällt weg, dafür geht es heuer via Reuttier Straße durch die Meininger Allee und den Friedrich-Herdegen-Weg. Die Anwohner dort seien bereits schriftlich informiert worden, dass sie während der Läufe nicht mit ihren Autos weg- oder anfahren können, man hoffe auf Verständnis.

Ein großes Vorab-Lob gab es schon mal für die etwa 1500 ehrenamtlichen Helfer, die rund um alle Veranstaltungen im Einsatz sind – sei es beim Auf- und Abbau, bei der Ausgabe der Startunterlagen oder als Streckenposten. 11.000 so genannte Starterbeutel werden wieder von den Mitarbeitern der Donau-Iller-Werkstätten bestückt, zudem sind auf der Strecke etwa 80 Polizeibeamte aus Baden-Württemberg und Bayern sowie 200 Mitarbeiter des Deutschen respektive Bayerischen Roten Kreuzes im Einsatz – im letzten Jahr hatten sie 137 Hilfseinsätze leisten müssen.

Zusätzlicher Sani-Posten

Ebner erinnerte in diesem Zusammenhang an den tragischen Zwischenfall vom vergangenen Jahr. Erstmals war beim Einstein-Marathon 2018 ein 30-jähriger Läufer an Herzversagen gestorben, trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte. Auch wenn der Todesfall nicht durch Versorgungsdefizite verschuldet worden sei, habe man dennoch beschlossen, in diesem Jahr einen zusätzlichen Sanitäts- und Notarztposten einzurichten. Und zwar kurz vorm Ziel am Ausgang der Hirschstraße. Aus Pietätsgründen werde zudem die Startnummer des Läufers nicht wieder vergeben.

Auftakt zum Veranstaltungswochenende wird wie in jedem Jahr die Marathonmesse in der Donauhalle sein. Rund 30 Aussteller präsentieren sich dort am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr rund um die Themen Sport, Gesundheit und Wellness. Erwartet werden rund 10.000 Besucher, zudem holen die Teilnehmer dort ihre Startunterlagen ab. Auch Nachmeldungen für alle Läufe sind noch bis 18 Uhr möglich.

Info Alles rund um den Einstein-Marathon unter www.einstein-marathon.de

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93 Jahre ist der älteste Läufer, er wagt sich an die 5-Kilometer-Strecke.

23 Bands sorgen entlang der Route für gute Stimmung.

41 Läufer, darunter viele Studenten, haben die chinesische Staatsbürgerschaft.

40 Masseure stehen im Ziel bereit, um Muskelverspannungen zu lösen.