Die Idee zum Einstein-Marathon wurde beim 2345-km-Donaulauf geboren, den Bernd Hummel im Jahr 2002 vom Donaudelta in Rumänien nach Ulm absolvierte. Danach dauerte es noch drei Jahre bis der erste Startschuss  für den Einstein-Marathon am 25. September 2005 fiel.

Angefangen hat alles mit den vier Disziplinen Marathon, Halbmarathon, 10-km- und 5-km-Lauf. 5.731 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start. Zum Vergleich: 2018 waren es 12.803 Athletinnen und Athleten in insgesamt neun Disziplinen. Rechnet man alle gelaufenen Kilometer zusammen, kommen von 2005 bis 2018 insgesamt 2.499.851 km zusammen. Anders formuliert: Die Läuferinnen und Läufer haben die Erde umgerechnet mehr als 62 Mal umrundet oder 6,5 Mal die Strecke von der Erde zum Mond bewältigt.

Strecke wurde immer wieder geändert

Darauf dürfen die Veranstalter rund um Markus Ebner, Bernd Hummel und Wolfgang Beck sowie alle Helferinnen und Helfer stolz sein. Und es gab immer wieder außergewöhnliche Highlights auf der Strecke. So führte sie teilweise durchs Xinedome Kinocenter, oder die Läuferinnen und Läufer konnten sich in der Waschstraße Holz in der Blaubeurer Straße abkühlen. Auch durch die Glacis-Galerie in Neu-Ulm konnte man sonntags laufen.

Immer wieder musste die Strecke leicht verändert werden. Das war vor allem Baustellen oder Sperrungen geschuldet. 2018 allerdings haben die Veranstalter bewusst daran gearbeitet, die Marathon-Strecke attraktiver zu gestalten. Aus dem Abstecher Richtung Wiblingen wurde eine Runde, die hauptsächlich durch die Innenstadt verläuft. Die Marathonläuferinnen und -läufer schätzen diese Veränderung, was sich auch in der deutlich gestiegenen Teilnehmerzahl vom vergangenen Jahr ausdrückt.

Das sind die Strecken 2019:

Fand der Einstein-Marathon zu Beginn immer am Kulturnacht-Wochenende statt, ist er mittlerweile von der Kulturnacht abgekoppelt. Der Grund: Die Teilnehmerzahlen haben sich so nach oben entwickelt, dass es nicht mehr möglich war, beide Veranstaltungen zusammen zu legen.

Bewährt hat sich der Start an der Donauhalle und der einmalige Zieleinlauf direkt unter dem Turm des Ulmer Münsters. Er sorgt für die beispiellose Atmosphäre für alle Beteiligten. Jede Veranstaltung wird begleitet von etwa 30 Musikbands, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer musikalisch anfeuern.

Zum Rahmenprogramm des Marathonwochenendes gehört von Anfang an auch die Marathonmesse in der Donauhalle am Tag vor den Laufveranstaltungen. Hier werden auch die Startunterlagen ausgegeben, und mehr als 30 Aussteller präsentieren ihre vielfältigen Angebote rund um die Themen Sport, Gesundheit und Prävention.

Kinder- und Jugendläufe seit 2006 mit dabei

Aber nicht nur Erwachsene lockt der Einstein-Marathon auf die Strecke. Seit 2006 drehen Kinder und Jugendliche ihre Runden bei den Messehallen, im Stadion bzw. in der Friedrichsau. Mit 800 Kindern ging es los, 2018 waren es knapp 6000 begeisterte Mädchen und Jungs.

Wo wird die Reise hingehen? Der Einstein-Marathon spricht mehr und mehr Firmen an, die ihren Mitarbeitern ein sportliches Gesundheitsprogramm bieten wollen. Firmenteams sind eine wichtige Säule im Teilnehmerfeld. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird mehr und mehr Einzug bei der Planung kommender Veranstaltungen halten. Das Veranstalter-Team arbeitet daran, den Einstein-Marathon klima­freundlich zu gestalten. Es wird neue Ideen und auch neue Notwendigkeiten geben an welchen fleißig gearbeitet wird. Aber zunächst können sich alle auf den Jubiläumslauf am 29. September freuen.

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