Marina Gießbrecht ist Ehefrau, zweifache Mutter, gelernte Arzthelferin. Und sie ist Influencerin auf Instagram. Regelmäßig berichtet die Ulmerin von ihrem Familienalltag, teilt Schnappschüsse aus ihren Urlauben und testet für ihre Community verschiedene Beauty-Produkte.

Das Bloggen ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, wobei Marina erst vor zwei Jahren damit begonnen hat – und das ohne größere Ambitionen. „Ich wollte einfach mal ein Bild auf Instagram posten“, blickt sie zurück. „Danach habe ich mich immer intensiver mit der Plattform beschäftigt.“

Inzwischen folgen ihrem Profil „EinfachMary“ mehr als 8000 Nutzer. Wie hat sie das geschafft?

EinfachMary: Eigenwerbung für den Erfolg

„Es ist wichtig, Tag für Tag präsent zu sein“, erklärt Marina. „Ich muss regelmäßig Stories posten und neue Impressionen liefern, um interessant zu bleiben.“ Nur mit dieser Strategie könne man auf Instagram seine Follower-Zahl konstant erhöhen.

Und genau das will Marina. Sie verfolgt das Ziel, irgendwann hauptberuflich als Influencerin tätig zu sein. Dies sei derzeit noch nicht möglich, „Dafür fehlt mir noch die Reichweite. Ich habe daher auch noch nicht so viele Werbeangebote bekommen. Manche davon musste ich sogar ablehnen. Ich würde nie etwas bewerben, was mich selbst nicht überzeugt“, betont sie. Ohne die Unterstützung ihres Mannes könne sie das Ganze sowieso nicht machen – „gerade mit den Kindern würde sich das wahrscheinlich viel schwieriger gestalten.“

Denn: Das Posten nimmt viel Zeit in Anspruch. Auch nach Feierabend und am Wochenende fällt es der Bloggerin schwer, abzuschalten: „Ab und zu sagt mein Mann dann, dass ich mein Handy mal zur Seite legen soll.“ Doch auch wenn sie diesen Rat beherzige, sei sie anschließend in Gedanken oftmals bei ihrem Online-Projekt.

Marina Gießbrecht ist auch auch YouTube aktiv

Seit einem Jahr ist Marina auch auf YouTube aktiv. „Aber da bin ich noch sehr klein und habe nicht so ein großes Publikum wie auf Instagram“, sagt sie. Die meisten Zuschauer landen durch gezielte Suchanfragen auf ihren Videos, wie sie erklärt: „Ich zeige beispielsweise, wie ich einen Kindergeburtstag vorbereite und gehe davon aus, dass dieses Thema auch viele andere Mütter interessiert, die sich darüber im Internet informieren. Dann stoßen sie auf meinen Clip.“

Youtube

Bei ihren Online-Aktivitäten ist es Marina wichtig, dass sie nicht zu viele private Details aus ihrem Familienleben preisgibt. „Ich erzähle zum Beispiel nichts Persönliches von meinen Kindern, meinen Mann sieht man auf den Posts nur selten“, sagt die gebürtige Kasachin. Und: „Ich habe nicht das Gefühl, dass mich jemand, der mich auf der Straße trifft, als Mensch kennt.“

Ulmerin hat Fotokurs für Instagram-Bilder absolviert

Um auf Instagram erfolgreich zu sein, musste sich Marina viel Wissen aneignen. „Ich habe mir alles selber beigebracht, habe andere Profile angeschaut, mir Inspirationen geholt und sie auf meine Art umgesetzt.“ Sie erklärt: „Man muss immer authentisch bleiben. Eine Fassade lässt sich nicht aufrecht erhalten.“

Geholfen hat Marina auch ein Fotokurs, der extra auf Instagram-Bilder ausgelegt war. Dabei lernte sie, wie man aussagekräftige Schnappschüsse knipst, die den Usern im Gedächtnis bleiben. „Man sieht auf meinem Profil deutlich, wann dieser Kurs war. Die Fotos danach sind viel besser.“

So ist die Ulmerin überzeugt: „Man kann alles lernen. Man muss nur Lust haben und komplett hinter der Sache stehen.“