Ulm / Ulrike Schleicher  Uhr

Insgesamt sind die Aussichten vielversprechend: An vielen Stellen entlang der Baustelle für die Linie 2 verschwinden die gelben und weißen Barrikaden, sind Umleitungen nicht mehr nötig, gibt es wieder Platz für Radfahrer und Fußgänger und müssen Mülleimer zur Leerung nicht mehr meterweit weg an einen Müllsammelplatz gerollt werden.

In Ulm gibt es mehrere Verkehrseinschränkungen im Rahmen der Baustelle der Straßenbahn-Linie 2. Hier eine Übersicht.

So steht etwa der Radweg vor dem Finanzamt seit längerem wieder in seiner alten Breite zur Verfügung und die Olgastraße aus Richtung Osten ist vor und am Theater vorbei wieder zweispurig befahrbar.

Seit Montag gibt es auch gute Nachrichten für Bewohner der Staren- und Ziegelgasse sowie für den Weißenburgweg: Die untere Römerstraße ist rechts befahrbar und die Zufahrten zu ihren Straßen sind offen.

Erleichterung für Anwohner

Die Gleise liegen, der Asphalt ist ebenerdig aufgebracht und zum Teil ist sogar der Fußweg schon fertig  gepflastert. Eine Erleichterung für die Anwohner des Gebietes, weil sie sich Umwege sparen und nun auch die EBU sowie Remondis Mülleimer und Gelbe Säcke, wie gewohnt, vor den Häusern abholen.

Die künftige Größe des Zentralen Busbahnhofs in Ulm soll nun erst im Frühjahr festgelegt werden.

Erste Probefahrt am 1. November

Nur am Römerplatz wird wieder aufgegraben. „Wir haben bestimmte Arbeiten vorverlegt, die wenn die Straßenbahn bereits fährt, schwer zu erledigen sind“, erklärt Ralf Gummersbach, der für die Bauherrin SWU-Verkehr für den Ablauf zuständig ist. Und auf der linken Seite der unteren Römerstraße müssten noch die Gehwege gerichtet werden. „Der Kuhberg hat bautechnisch aufgeholt“, sagt Gummersbach. Er gehe davon aus, dass die Straßenbahn die erste Probefahrt am 1. November machen werde.

Auch Richtung Innenstadt und Eselsberg wird einiges fertig. So sei geplant, kommenden Woche auf der Kienlesbergbrücke die letzten Schienen zu verlegen. Und zwischen Theater und Albert-Einstein-Allee werde die Fahrleitung eingebaut, sagt Gummersbach.

Bald zweispurig

Ohne Sperrung geht es aber nach wie vor nicht. Eine neue und eine für viele Verkehrsteilnehmer ärgerliche ist die vom Alten Fritz her in Richtung Lehrer Tal. „Dort wird ein Abschnitt gepflastert und die Fahrzeuge aus Richtung der B 10 müssen je nach Arbeitsabschnitt abwechselnd links und rechts um die Verkehrsinsel herum fahren“, erklärt der Projektleiter. Deshalb werde die Zufahrt von oben her rund eine Woche lang gesperrt.

Die gute Nachricht

Die Kienlesbergstraße muss nicht mehr gesperrt werden. Im Gegenteil: „Sie wird bald wieder zweispurig befahrbar sein.“

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Grüne stellen Antrag zur neuen Brücke

Trennung Die Grünen im Ulmer Gemeinderat möchten, dass Fußgänger und Radfahrer auf der neuen Kienlesbergbrücke getrennt werden. Bislang ist die Überquerung auf einem gemeinsamen Weg vorgesehen, was erfahrungsgemäß für Probleme sorgt. „Aus unserer Sicht wäre eine Trennung in einen Fußweg und einen Radweg sinnvoller, sie würde das schnelle Radfahren ermöglichen“, heißt es deshalb im Antrag an OB Gunter Czisch. Um eine entsprechende Prüfung werde gebeten.