Sie ist schwarz-weiß, trägt Gummistiefel und Tüllrock und ist arrogant: die Kuh Rosemarie. Dauernd nörgelt sie an allen anderen Tieren auf dem Bauernhof herum. Die Schweine sind ihr zu dreckig, die Hühner gackern ihr zu viel, und der Bauer putzt ihr nicht gründlich genug die Zähne.

Wie geht man mit so einer Nörgelkuh um? Das zeigt das Stück „Die Kuh Rosemarie“ für Kinder ab vier Jahren der Jungen Ulmer Bühne im Alten Theater. Der Regisseur Sven Wisser erzählt anhand des Stücks von Andri Beyeler nach dem Bilderbuch „Die Kuh Rosalinde“ von Frauke Nahrgang auf kreative, witzige und musikalische Weise die Geschichte einer Kuh, die nach Afrika fliegen muss, weil sie zu Hause nervt.

„Die Kuh ist weg, sie ist jetzt in Afrika!“, singen die vier Schauspieler, als Rosemarie im Flugzeug sitzt – eine mitreißende Komposition nach der Melodie des Liedes „Africa“ von Toto. Zudem wird gespielt, getanzt und geturnt. Sina Baajour gibt ein herrliches Huhn mit rotem Gummihandschuh als Kamm auf dem Kopf. Markus Hummel trägt als Schwein eine quietschrosa Badekappe und macht eine grandiose Arschbombe in Zeitlupe in einen alten Waschzuber.

Ferdinand Reitenspies mimt überzeugend den verschlafenen Bauern und rockt am Schlagzeug. Sehr beeindruckend tritt Leonie Hassfeld als Kuh Rosemarie ins Rampenlicht: Sie kreist ihre Hüften, leckt sich mit der Zunge schwungvoll über die Lippen und pustet, nachdem sie die anderen Tiere ordentlich angepfiffen hat, abrupt in ihre Trillerpfeife.

Später treten auch Tiere aus Afrika auf. Deswegen wechseln die Schauspieler die Rollen, für kleinere Kinder wird es schwieriger, der Handlung zu folgen. Beeindruckend und lustig ist das Stück aber für alle.

Info Bei der nächsten Vorstellung am Sonntag, 15 Uhr, zahlt man nach der Vorstellung, was man kann. Weitere Termine: 17. und 24. März.