Nachruf Ehemaliger Landtagsabgeordneter Karl Göbel gestorben

Karl Göbel ist im Alter von 80 Jahren gestorben.
Karl Göbel ist im Alter von 80 Jahren gestorben. © Foto: Maria Müssig
Ulm / ts 02.03.2017

Karl Göbel gehörte nicht zu den politischen Lautsprechern im Land. Besonnenheit und Sachlichkeit kennzeichneten das Auftreten des langjährigen Ulmer Landtagsabgeordneten. Im November 2001 zu seinem Abschied aus dem baden-württembergischen Landtag überreichte ihm der damalige Ministerpräsident Erwin Teufel das Bundesverdienstkreuz. Am vergangenen Freitag ist Karl Göbel im Alter von 80 Jahren gestorben.

Karl Göbel wurde am 5. Oktober 1936 im oberbayerischen Hütting geboren. Nach dem Studium arbeitete der Agraringenieur bei der Bayerischen Landessaatzucht­anstalt Weihenstephan, dann beim baden-württembergischen Bauernverband. 1968 kam er als Geschäftsführer zum damaligen Bauernverband Ulm, diesen Posten bekleidete Göbel bis 1994.

Von 1980 an engagierte sich Karl Göbel in der Kommunalpolitik, als Ortschaftsrat in seinem Wohnort Einsingen. 24 Jahre lang hatte er dieses Ehrenamt inne. 1984 wurde das CDU-Mitglied erstmals als Abgeordneter des Wahlkreises Ulm in den Landtag gewählt. Wenngleich von der Landwirtschaft geprägt, hat sich Göbel nicht als einseitiger Interessenvertreter verstanden. Gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land sowie eine gerechte Aufgabenverteilung waren seine Ziele. Während seiner 17 Jahre im Landtag gehörte er dem Landwirtschaftsausschuss sowie den Ausschüssen für Umwelt und Verkehr und für Wissenschaft, Forschung und Kunst an.

Der Ausbau der Uni Ulm sowie die Auswahl der ICE-Neubaustrecke über die Alb fielen in seine Zeit als Abgeordneter. Und die Insolvenz des traditionsreichen Ulmer Fahrzeugbauers Kässbohrer. An der kartellrechtlich komplizierten Übernahme der Setra-Bussparte durch die damalige Daimler-Benz AG im Jahr 1995 hat Göbel hinter den Kulissen mitgewirkt.

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