Ulm / Julia Kling  Uhr
Die Pläne der Deutschen Bahn zur Anbindung von Ulm an den Stuttgarter Flughafen sind inakzeptabel. Zu Recht ist die Verärgerung groß.

Anfängerfehler, Aprilscherz, Schildbürgerstreich! Die Reaktionen in Ulm und der ganzen Region waren gestern einhellig. Die Meldungen, dass künftig anstatt der angekündigten zweistündlichen schnellen Verbindung zwischen der Stadt und dem Stuttgarter Flughafen nur drei IC-Züge pro Tag an beiden Bahnhöfen halten sollen, zeugen von Unverständnis. Verständlich, war doch  für die Befürworter der Neubaustrecke in der Region wie OB Gunter Czisch, Alt-OB Ivo Gönner und der Industrie- und Handelskammer die schnelle Anbindung an den Flughafen mit das wichtigste Argument für das milliardenschwere Großprojekt.

Zu Recht ist die Verärgerung bei der Stadt und der Wirtschaft groß. Sollte die Bahn an diesem Fahrplan festhalten, wäre das mehr als ein schlechter Witz. Die jetzigen Pläne würden Ulm kaum näher an den Flughafen bringen. Und die stündlich verkehrenden IRE-Züge können das nicht kompensieren. Die erwartete Aufwertung der Region, auf die neben der Stadtpolitik auch Unternehmen setzen  – sie wäre hinfällig. Schneller zum Urlaubsflieger, auch für Ulmer Touristen schwindet die Attraktivität der Neubaustrecke.

Ulmer und Neu-Ulmer dürfen auf Erklärungsversuche von Seiten der Deutschen Bahn gespannt sein. Nun kommt es darauf an, das Politiker aus der Region erfolgreich Überzeugungsarbeit leisten.

Ein Kommentar von Julia Kling.