Ulm Ein Münchner aus Baja grüßt

Ulm / HANS-ULI THIERER 23.07.2012
Karoly Pump, aus Baja/Ungarn stammender Fotograf, zieht es immer wieder nach Ulm. Grad war er wieder da - mit einem Filmüber Baja.

Das internationale Donaufest ist schon eine Woche vorüber. Ein wenig untergegangen ist, dass das Donaufest jenseits von Politik und Kultur auch Treffpunkt alter Freunde ist. Ein solcher guter Bekannter von Ulm und Neu-Ulm ist Karoly Pump.

Er, Fotograf und Lebenskünstler, stammt aus der zwei Stunden hinter Budapest liegenden südungarischen Donaustadt Baja, wohin Ulm wegen des Ungarndeutschen Bildungszentrums seit dem ersten Donaufest 1998 Kontakt hat. Der Fotoprofi lebte damals schon in Nürnberg, mittlerweile ist er in München gelandet. An vier Donaufesten hat er mitgewirkt: 1998 zur Premiere mit einer Fotoausstellung. Zwei Jahre später mit einem überdimensionalen Bild, das einen Fischer aus Baja im Morgenlicht der Donau zeigt und das vor dem Münster aufgespannt war. 2004 schmückten Bilder aus Baja die Herdbrücke; Wiederholung 2008, diesmal mit Bildern über Budapest. Der ungarischen Hauptstadt hatte Pump 2007 einen Panorama-Bildband gewidmet, der die morbide Würde einer alten europäischen Hauptstadt dokumentiert.

2012 war Karoly Pump wieder da. Er traf Donaubüro-Chefin Sabine Meigel, zeigte ihr einen 15minütigen Film über Baja und die Donau, den er mit dem verstorbenen Nürnberger Multivisionskünstler Günter Schwank produziert hat. Er zeigt auch, dass die Donau in Baja schon Kilometerbreite angenommen hat. Der 40 000 Einwohner große Ort schmiegt sich an den Fluss, was Pump auch fotografiert hat - aus 1200 Metern Höhe.

ImÜbrigen war er in Ulm, damit alte Bekanntschaften nicht einschlafen. Ach ja, was Karoly Pump noch sagen wollte:"Es wäre schön, viele Ulmer kämen nach Baja, um die Stadt nicht nur in meinen Bildern zu sehen, sondern sie zu erleben."