Schicksal Ein Leben voller Schicksalsschläge

BEACHTEN: NPG-LIZENZ Frau hält sich Hände vor Gesicht, Sorgen, Probleme, Depressionen, 654616987 Download am 16.11.2017 für Aktion 100 000 Foto: © RUBEN M RAMOS/Shutterstock.com
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Langenau / Von Barbara Hinzpeter 18.11.2017
Manche Menschen trifft es besonders hart. Melanie S. (Name geändert) wird von Katastrophen gebeutelt.

Melanie S. (Name geändert) nimmt ihre ganze Kraft zusammen. Doch wenn sie vom Sofa aufsteht, weil ihr vierjähriger Sohn sie ruft, fährt ihr der Schmerz in den Unterleib. Zugleich wird ihr bewusst, wie schadhaft ihr Gebiss ist. Seit die 28-Jährige vor etwa eineinhalb Jahren erfuhr, dass sie an Brustkrebs leidet, musste sie acht Operationen über sich ergehen lassen. Die letzte liegt erst wenige Wochen zurück. „Immer, wenn ich dachte, es kann nicht schlimmer kommen, traf mich der nächste Schlag“, sagt die 28-jährige, verwitwete Frau, Mutter von zwei Kindern.

Dabei hatte sie sich viel vorgenommen. Über die Abendschule hatte sie den Schulabschluss nachgeholt und wollte nach der Elternzeit im September 2016 eine Ausbildung zur Konditorin beginnen. Ein Glücksfall, wie sie dachte: Ausgerechnet in ihrem Traumberuf gab es eine Teilzeitstelle. Sie backt leidenschaftlich gerne. Eine frühere Ausbildung zur Friseurin hatte sie wegen einer Färbemittel-Allergie abgebrochen.

Nun schien alles eine gute Wendung zu nehmen. Doch die Brustkrebs-Diagnose im April   machte den Plan zunichte. Kurz nach dieser Schock-Nachricht starb ihr Mann. Gesundheitlich kam sie nicht mehr auf die Beine, Komplikation folgte auf Komplikation. Entzündete Wunden und Metastasen ließen und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. „Ich werde wohl ein Leben lang eingeschränkt bleiben und hoffentlich noch in einem Büro arbeiten können“, sagt sie und ergänzt: „Aber ohne Zähne wird mich wohl keiner einstellen, da bin ich doch überall gleich unten durch.“ Die Chemotherapie habe ihr Gebiss völlig zerstört. Lachen verbietet sie sich vor allem aus diesem Grund. Brot isst sie schon lange nicht mehr, und Teigwaren kocht sie so weich, dass sie die Nudeln nicht kauen muss.

Geld reicht gerade so

Nicht nur die Kinder bekommen mit, wie schwer ihr der Alltag fällt. Melanie S.: „Weit laufen kann ich nicht, schwer tragen sowieso nicht.“ Die vielen Arzttermine sowie Einkäufe werden zum großen Problem. „Ich spüre jeden Tag, wie dringend nötig ein Führerschein wäre.“ Früher dachte sie nicht daran, ihr Mann erledigte alles, wozu ein Auto nötig war. Nachbarn hätten ihr angeboten, dass sie ihren Kleinwagen bei Bedarf benutzen könnte. Fahrstunden zu nehmen, kann sie sich allerdings nicht leisten. Witwenrente, Kindergeld und Wohngeld reichten gerade zum Lebensunterhalt. „Ich spare, wo ich kann“, betont Melanie S. Das bestätigt Familienhelferin Corinna Stölzle. „Die Familie hat viel erlebt, und Frau S. versucht allen Situationen etwas Positives abzugewinnen.“ Die 28-Jährige ist entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen und sich eine neue Perspektive aufzubauen. Als ihr Sohn Melanie S. fragte, ob sie sterben muss, habe sie geantwortet; „Nein, ich will doch noch Oma werden!“

Gezielt für Melanie S. spenden

Direkte Hilfe Wer Melanie S. eine Perspektive im Leben geben möcht – mit gesunden Zähnen und Mobilität – vermerkt auf dem Überweisungsträger das Stichwort „Melanie S.“.

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