Technik Ein Geodät vermisst die Erde

Ulm / cst 17.07.2018

Was ist ein Geodät? Dasselbe wie ein Geometer oder Vermessungsingenieur. Und die Geodäsie ist die Wissenschaft von der Vermessung der Erde. Das haben unter 100 anderen Schülern auch Zehntklässler des Kepler-Gymnasiums gelernt. Im Stadthaus hatte sich Schüler Daniel Dietrich (15 Jahre) vor allem für den Vortrag interessiert, wie man Höhlen ausmisst, um sie dann in einer 3 D-Animation darzustellen. Draußen, vor dem Stadthaus und vor dem Neuen Bau der Polizei, gab es Stationen, an denen vorgestellt wurde, wo man Vermessungstechniker  oder Vermessungsingenieure einsetzen kann.

Hintergrund ist die Aktionswoche „Geodäsie“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die noch bis 20. Juli dauert. Dabei sollen junge Menschen für die geodätischen Berufe gewonnen werden. „Ja, wir suchen immer Vermessungsexperten“, sagte Andreas Müller von der Ulmer Firma Intermetric. Er ist oft mit dem Tachymeter unterwegs und vermisst „alles vom Einfamilienhaus bis zum Tunnel“. Er ließ Schüler auf einem Deutschlandgrundriss schätzen, wo der ein oder andere Ort liegt. Am Tachymeter wurde dann abgelesen, wie weit sie daneben lagen. Drittklässler der Junginger Grundschule hatten Spaß am überdimensionalen Stadtplan-Puzzle. Das hatten die Kartographen der Stadt Ulm entworfen. Und die Polizei vermisst neben Unfallstellen auch ihre Bewerber: Männer wie Frauen müssen 1,60 Meter groß sein.

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