Ein Forum für junge Künstler

Sie wollen die Galerie im Venet-Haus in der Neu-Ulmer Bahnhofstraße zu einem Forum für junge Künstler machen: Verena Schneider und Terence Carr. Foto: Nik Schölzel
Sie wollen die Galerie im Venet-Haus in der Neu-Ulmer Bahnhofstraße zu einem Forum für junge Künstler machen: Verena Schneider und Terence Carr. Foto: Nik Schölzel
OTFRIED KÄPPELER 14.11.2013
Verena Schneider und Terence Carr sind das neue Führungsduo der Galerie im Neu-Ulmer Venet-Haus. Künftig sollen dort junge Künstler gezeigt werden.

Auch wenn die aktuelle Ausstellung mit Herbert Maier noch nicht dem neuen Konzept für die Galerie im Venet-Haus entspricht, ein technisch versierter und vielfältiger sowie eigenwilliger Maler ist Maier allemal. Das sind Attribute, die man für gewöhnlich auch jungen Künstlern zuschreibt. Zudem haben seine malerischen Stilwechsel etwas Abruptes, was eine entschiedene künstlerische Haltung verrät.

Mit dem in Freiburg lebenden Herbert Maier haben Verena Schneider und Terence Carr in der Galerie im Venet-Haus in Neu-Ulm ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nachdem Bernd Geserick am Saumarkt in Ulm eine neue Galerie eröffnet hatte, gab er den Galerieraum im Venet-Haus auf.

Das soll jedoch nicht das Ende der Galerie sein, sondern ein Neustart, der die "etwas stiefmütterliche Position" der Galerie in Neu-Ulm deutlich verändern soll, sagt Verena Schneider. Junge Künstler sollen künftig dort ein Forum haben. Das ist ein Vorhaben, das einen langen Atem verlangt, will man damit irgendwann auch finanziell erfolgreich sein. Doch müssen sowohl Verena Schneider wie auch Terence Carr nicht von der Galerie leben. Sie leitet die von ihr gegründete Neu-Ulm Kunst GmbH, er ist ein in Günzburg lebender Künstler, der noch unter der Ägide von Bernd Geserick im Venet-Haus ausstellte. Und, das darf wohl auch gesagt werden: Verena Schneider ist die Schwiegertochter von Werner Schneider, dem Mitinhaber von Schneider Geiwitz & Partner. Werner Schneider kennt man als Kunstkenner und -sammler - das muss kein Nachteil sein.

Terence Carr ist zumindest für die erste Zeit für den künstlerischen Bereich, also für die Auswahl der Künstler verantwortlich. Verena Schneider, die in Konstanz den Master in Literatur-Kunst-Medien machte, konzentriert sich auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Galerie ist zudem ein Projekt ihres Büros, mit dem sie ansonsten private Sammlungen, wie etwa die von Werner Schneider, betreut.

Passt die derzeitige Ausstellung mit Herbert Maier noch nicht ganz ins neue Konzept, wird die nächste Ausstellung mit Daria Kudinova und Nikolai von Magnus im Dezember dann die erste Nagelprobe sein.

Info Die Arbeiten von Herbert Maier sind bis 10. Dezember in der Galerie im Venet-Haus zu sehen: Mi-Fr 16-19 Uhr.

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