Interview Ein Bibel-Zoo aus Stofftieren

Erbach / Katholischer Kindergarten St. Franziskus 23.07.2018

Wir Kinderreporter vom Katholischen Kindergarten St. Franziskus in Erbach haben ein Interview mit unserem Pfarrer Joachim Haas gemacht. Dazu haben wir ihn mit unseren Fragen, den selbst gebastelten Mikrofonen, unserem Zeitungsreporterstuhl und natürlich den Reporterausweisen besucht.

Joel: Wie heißen deine Hühner?

Joachim Haas: Ich habe zwei Gockel, die heißen Leo und Matteo. Die Hühner heißen Hanna, Lea und Sarah. Und ich habe noch drei neue Hühner. Diese haben bisher aber noch keine Namen.

Haseeb: Schläfst du in der Kirche?

Nein, ich schlafe in meiner Wohnung. Dort oben im Pfarrhaus wohne ich.

Hafsa: Bereitest du den Gottesdienst selbst vor?

Ich muss den Gottesdienst selbst vorbereiten. Ich habe aber auch viele Helfer wie beispielsweise die Ministranten, die Mesnerin – oder auch Musik, die den Gottesdienst begleitet.

Arijan: Wie alt bist du?

Ich bin 50 Jahre alt.

Ensar: Wie betet man in der Kirche?

Man hat eine bestimmte Haltung, eine Gebetshaltung. Man kann sitzen, stehen oder knien. Die Hände werden gefaltet. Es gibt verschiedene Gebete. Man kann das Vaterunser beten oder auch ein freies Gebet über ein Thema, das einen gerade beschäftigt.

Lara: Wie beten Kinder?

In einer „einfachen“ Sprache, eigentlich wie die Erwachsenen.

Jannis: Gräbst du das Loch bei einer Beerdigung?

Nein, das macht der Bestatter. Die Beerdigung selbst übernehme dann ich. Ich spreche ein Gebet und der Bestatter lässt dann den Sarg oder eine Urne herunter. Eine Urne ist kleiner, da wird der Mensch zuvor verbrannt.

Joel: Kommt man dann nicht zu Gott?

Doch, wir glauben daran, dass wir nach dem Tod in den Himmel kommen. Egal, ob man in einen Sarg kommt oder in eine Urne.

Hannah: Wie heißen deine Eltern?

Adelheid und Alfred

Niklas: Welche Hausnummer hast du?

Ich wohne im Schloßberg 5.

Alisa: Was machst du alles so in der Kirche?

Ich mache Gottesdienste, erzähle von Gott oder Geschichten von Jesus, wir singen, wir freuen und bedanken uns, dass er uns schützt und wir gesund bleiben.

Fabia-Sophie: Wie tauft man ein Kind?

Bei der Taufe eines Kindes gibt es ein wichtiges Zeichen: Das Wasser. Dieses wird über die Stirn oder den Hinterkopf gegossen. Es ist ein gesegnetes Wasser, ein Weihwasser. Dadurch sagen die Eltern für das Kind „Ja“ zu Gott und dass sie das Kind im Glauben erziehen. Der Glaube soll durch die Taufe wachsen, so wie die Bäume und das Gras im Moment wachsen.

Zuzanna: Wo arbeitest du noch?

Ich arbeite im Pfarrhaus, zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Anschließend hatten wir noch Fragen an Manuela Schmid, unsere Kirchenpflegerin:

Alisa: Wobei hilfst du Pfarrer Haas?

Manuela Schmid: Ich bin für die Finanzen und Verwaltungssachen zuständig.

Fabia-Sophie: Was wollen die Leute, die anrufen, wissen?

Das ist ganz verschieden. Beispielsweise ruft euer Kindergarten an, wenn man etwas reparieren muss oder auch wegen der Beiträge, die eure Eltern für den Kindergarten bezahlen.

Luca: Wie heißen die Figuren in der Kirche?

Es gibt sehr viele Figuren in der Kirche, die kleinen dicken Engel heißen Putten. Es gibt auch eine Marienstatue, allerdings weiß ich nicht die Namen aller Figuren. Besser weiß das zum Beispiel Uta Möhler. Sie hat auch einen Kirchenführer für Kinder geschrieben, in welchem die Figuren beschrieben wurden.

Daher mussten wir natürlich auch noch ein Interview mit Mesnerin Uta Möhler machen:

Chiara: Welche Spielsachen hattest du als Kind?

Uta Möhler: Ich habe früher am liebsten mit Stofftieren gespielt. Deshalb habe ich später aus Stofftieren und Holztieren den Bibel-Zoo im Edith-Stein-Haus aufgebaut. Außerdem habe ich auch gerne Prinzessin gespielt, und mit Barbie-Puppen. Gelesen habe ich früher nicht so gerne, sondern lieber die Bilder angeschaut.

Shaheer: Was heißt Mesnerin? Und warum weißt du alles über die Kirche?

Das ist mein Beruf. Es gibt auch andere Begriffe hierfür wie etwa Küster. Ich bin quasi die Hausmeisterin für die Kirche. Ich helfe dem Pfarrer beim Aufräumen nach dem Gottesdienst und ich helfe ihm auch beim Anziehen seines Gewandes und noch ganz viele andere Dinge. Ich habe Theologie studiert und hierbei viel darüber gelernt. Außerdem habe ich in Büchern nachgelesen und vieles nachgefragt. Ich habe immer noch viele Fragen, diese lese ich dann in Büchern nach.

Eda: Arbeitest du immer in der Kirche oder auch wo anders?

Ich bin auch die stellvertretende Leitung im Hospizdienst. Hier besuchen wir kranke Menschen. Außerdem erstelle ich für das Edith-Stein-Haus den Belegungsplan, das heißt, ich schaue, wer in welches Zimmer gehen darf.

Eda: Heißt die Kirche nur Kirche oder hat sie auch einen Namen?

Die Kirche hat einen Namenspatron, den heiligen Martin. Deshalb heißt sie Pfarrkirche St. Martinus.

Ensar: Was hilfst du Pfarrer Haas bei seinen Vorbereitungen für den Gottesdienst?

Ich fülle den Wein und das Wasser in Kännchen, stelle ihm den Kelch aus dem Tresor hin, helfe ihm mit seinem Messgewand und schlage auch in den vielen Büchern die richtige Seite für ihn auf, damit er nicht so viel blättern muss.

Joel: Putzt du die Kirche?

Ja, ich putze sie auch. Allerdings suche ich bald nach Helfern, da die Kirche sehr groß ist und das allein viel Arbeit ist. Je nach Jahreszeit fällt unterschiedlicher Schmutz an (Pollen, Split, Pfützen).

Luca: Welche Figuren gibt es in der Kirche und wie heißen die?

Es gibt viele verschiedene Figuren in der Kirche. Ich kann gerne einen Rundweg machen und sie euch zeigen.

Gemeinsam mit Frau Möhler haben wir einen Rundgang durch die Kirche gemacht. Zu sehen waren unter anderem Maria und Jesus, die Eltern von Maria, Josef und viele mehr. Anschließend zeigte uns Frau Möhler die Sakristei – das ist der Raum, in dem sie arbeitet. 

Nachdem wir in der Kirche alles gesehen hatten, zeigte uns Frau Möhler im Edith-Stein-Haus den Bibel-Zoo. Hier steht bei jedem Tier ein Schild, auf dem die passende Bibelstelle aufgeschrieben ist. Wir haben zum Abschluss alle einen Kirchenführer von Frau Möhler erhalten, der heißt: „Das A-B-C der kleinen Mesnerin – Schwester Martina“.

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