Wieso gibt es braune und weiße Hühnereier? 

In Deutschland werden hauptsächlich braune Eier gegessen, da diese für eine artgerechte Haltung stehen. Aus dem selben Grund werden in Schweden, Island und Norwegen hingegen nur weiße Eier genutzt. Die Farbe hat jedoch nichts mit der Haltung der Tiere zu tun. 


Geht bei abgeschreckten Eiern die Schale leichter ab?

Ob ein Ei sich leicht schälen lässt, hängt mit dem Alter des Eis zusammen - und dem Zustand der Schalenhaut. Diese befindet sich zwischen dem Eiweiß und der Kalkschale. Kurz nach dem Legen klebt diese Haut fest am Eiweiß. Nach einiger Zeit jedoch löst sich die Haut leichter vom Eiweiß ab. Weil Wasser aus dem Eiweiß verdunstet. Die Luftblase des Eies wird größer, was beim Schälen unheimlich hilft. Das optimale Frühstücksei ist zwischen sieben und zehn Tagen alt und wird einfach in kochendes Wasser gegeben. Ob man das Ei nach dem Kochen abschreckt, bleibt jedem selbst überlassen - ist aber nicht notwendig, da dies keine Auswirkung auf das Schälverhalten des Eies hat.

Warum sind Eier nicht eckig?

Die rundliche Form der Eier ist sehr stabil. Wirkt eine Kraft auf eine Stelle der Schale so wird diese Kraft auf die gesamte Oberfläche des Eies verteilt. Dadurch kann die sehr dünne Schale des Hühnereies mehrere Kilogramm aushalten. Dies ist speziell beim Bebrüten der Eier wichtig. Dennoch gibt es aber Unterschiede in der Form der Eier, manche Vögel legen besonders spitzförmige Eier, damit sie nicht vom Felsen rollen.

Sollte man die Eier mit dem dünneren Ende nach unten lagern?

Die Lage des Eies hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit. Der einzige Vorteil besteht darin, dass die Luftblase, die sich beim frischen Ei im dicken Ende befindet, mit der Zeit wandern kann. Je älter das Ei wird, desto mehr beginnt die Blase zu wandern. Was auf die Qualität jedoch keinen Einfluss hat.

Wie erkenne ich, ob mein Ei noch frisch ist?

Dafür gibt es zwei Methoden: Das Ei in ein Gefäß mit Wasser geben. Wenn das Ei absinkt und auf dem Boden liegen bleibt, ist es frisch. Je höher das Ei steigt, desto älter ist es auch. Das hängt mit der Luftkammer im Ei zusammen, die im Lauf der Zeit größer wird. Alternativ kann man das Ei aufschlagen. Bleibt das Eiweiß hochgewölbt um den Dotter, ist das Ei noch frisch. Fließt es allerdings dünnflüssig auseinander, so ist das Ei schon älter.

Ist der grüne Rand um den Eidotter gefährlich?

Nein. Es handelt sich dabei nur um eine chemische Reaktion zwischen den Inhaltsstoffen des Eigelbs und des Eiweiß, die beim Abkochen des Eies in Gang gesetzt wird.

Wie kocht man das perfekte Frühstücksei?

Das kommt ganz auf belieben des Verbrauchers an. Es gibt Menschen, die mögen den Dotter noch ganz weich, dazu muss man das Ei fünf Minuten lang kochen. Beim Acht-Minuten-Ei ist der Dotter nur noch ein bisschen weich, nach zehn Minuten Kochzeit ganz fest. Die Kochzeit beginnt übrigens erst dann, wenn das Wasser schon richtig sprudelt.

Sollten Eier im Kühlschrank gelagert werden?

Im Kühlschrank sind Eier wohl am besten aufgehoben. Bei der dort vorherrschenden Temperatur von vier bis acht Grad Celsius altern Eier deutlich langsamer und lassen sich somit länger verwenden. Des Weiteren vermehren sich bei niedrigen Temperaturen die Keime auf der Schale nicht so schnell. Es sprechen also auch gesundheitliche Aspekte für eine Aufbewahrung im Kühlschrank. Aber Achtung: Nicht in allen Kühlschränken ist die Temperatur gleich.

Ist das Anpiksen des Eies vor dem Kochen notwendig?

Beim Thema Eier kochen scheiden sich die Geister. Die einen piksen ihre Eier vor dem Kochen an, die anderen halten das für total unnütz. Zunächst klingt das Argument der "Eierpikser" doch sehr logisch. Wenn man das Ei vor dem Kochen nicht anpikst, dehnt sich die Luftblase aus und bringt das Ei zum Zerspringen. Die Sendung "Quarks und Co." hat ein Experiment gemacht, bei dem 3000 Eier in deutschen Haushalten gekocht wurden. Die Wissenssendung kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man das Ei vor dem Kochen anpikst oder nicht. Ungefähr zehn Prozent der angepiksten Eier zersprangen, bei den nicht-angepiksten hingegen waren es zwölf Prozent. 

Was war zu erst da - das Huhn oder das Ei? 

Vor etwa 400 Millionen Jahren kamen die ersten Tiere aus dem Wasser an Land und legten dort ihre Eier ab. Nur die Eier, die eine sehr harte Schale hatten waren von der Sonne und dem Austrocknen geschützt. Die ersten Hühnervögel hatten sich erst einige Zeit später, ungefähr vor 65 Millionen Jahren, entwickelt. Aus diesen entstand das Bankiva-Huhn, welches als Vorfahre unserer heutigen Haushühner gesehen wird. Damit ist klar: Eier gab es schon an Land bevor das erste Huhn das Licht der Welt erblickte.