Was haben kulinarische Geheimtipps, ein Mini-Allgäu in Ulm und der Erfinder der fahrbaren Feuerwehrleiter gemeinsam? Alles das gibt es bei der „Eat the World“-Tour. Das Konzept: leckeres Essen in eher kleinen, inhabergeführten Läden probieren, das Ganze garniert mit einer Tour durch Ulm und kurzweiligen geschichtlichen Anekdoten. Guide Daniel, der die Tour regelmäßig leitet, zeigt den Besuchern gerne auch mal Dinge, die man sonst völlig übersehen würde.

„Eat the World“-Tour: Besondere Orte in Ulm entdecken

Das können besondere Fassaden sein, aber auch Stolpersteine am Boden. Die Führung geht drei Stunden quer durch die Stadt. Das Paradiesgärtlein im Alten Friedhof ist zum Beispiel Teil davon, hier erzählt Daniel von der Kirche, die hier einst stand und von den Persönlichkeiten, die hier begraben liegen, zum Beispiel Conrad Dietrich Magirus, der die fahrbare Feuerwehrleiter erfunden hat. „Ich variiere immer wieder mit den Orten und Geschichten. Es haben mich auch schon Besucher zu neuen Ideen inspiriert“, erzählt der 41-Jährige. Auf diese Weise bekommen die Teilnehmer einen tollen Überblick über die Stadt, ihre Traditionen und Eigenheiten und lernen dabei auch kleine Restaurants und Gaststätten kennen, die man vielleicht vorher noch gar nicht wahrgenommen hat.

Kulinarische Stadtführung durch Ulm: Sieben Locations pro Tour

Bei „Eat the World“ gibt es verschiedene Touren, „wir haben immer sieben Locations, die bei der Tour angesteuert werden und arbeiten mit verschiedenen Partnern zusammen, die je nach Route und Öffnungszeiten eingeplant werden“, so Daniel. Seit September 2018 gibt es die Führungen. Angefangen haben die Macher mit zwei Touren, inzwischen sind es vier pro Woche. Das Konzept wird sehr gut angenommen. Heute dabei ist auch ein junges Paar: „Die Tour war ein Geschenk von meiner Mutter“, berichtet er. „Wir wohnen noch nicht so lange hier und wollen so die Stadt ein bisschen kennenlernen“, sagt sie.

Auch die Fischmanufaktur Lefrank ist ein beliebtes Ziel der „Eat the World“-Tour in Ulm.
© Foto: Stefanie Müller

Guide: Viele Ulmer buchen die Stadtführung

Die erste kulinarische Station ist das „Hungry Turtle“ am Karlsplatz. Hier gibt es Burritos zu probieren. Der Chef stellt sich kurz bei der Gruppe vor, erzählt ein bisschen was über das Konzept und schon geht es mit der Kostprobe los.Eine Studentengruppe, die heute dabei ist, wohnt sogar in der Nachbarschaft, war aber noch nie im „Hungry Turtle“ und ist begeistert. „Da kommen wir wieder her“, ist die einstimmige Meinung. Zwei Freundinnen aus der Nähe von Stuttgart wollen mit der „Eat the World“- Tour die Stadt mal auf eine andere Weise kennenlernen. Wobei die Einheimischen überwiegen. „Bei ,normalen‘ Stadtführungen sind es 60-70 Prozent Auswärtige und 30 Prozent Einheimische – bei uns ist es genau andersrum“, erklärt Guide Daniel. Das freut natürlich auch die kleinen Restaurants, wenn der ein oder andere wiederkommt. Weiter geht es für die Gruppe in die Fischmanufaktur Lefrank.

Aktuell gibt es Führungen am Donnerstag, Freitag und Samstag, man kann aber auch private Führungen buchen. Die Termine sind recht flexibel, da „Eat the World“ mit mehreren Guides arbeitet. Treffpunkt für die Touren ist meistens der Willy-Brandt-Platz, direkt bei den Blechkühen – dem Mini-Allgäu Ulms.

Das kostet die „Eat the World“-Tour in Ulm

Unter der Woche kostet die Führung 33 Euro, am Wochenende 39 Euro inklusive aller Kostproben. Die Tour kann man auch als private Führung für Freunde oder Arbeitskollegen buchen. Die Getränke werden extra berechnet. Ab 2 Personen findet die Tour statt, 16 Personen sind das Maximum.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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