Umstellung DVB-T2 HD startet in Ulm

Ulm / jkl 23.10.2018

In der Nacht von heute auf den morgigen Mittwoch, 24. Oktober, wird das digitale Antennenfernsehen in der Region auf den DVB-T2-Standard umgestellt. Das hat zur Folge, dass das über die Haus- und Zimmerantennen empfangene Signal vom Gerät nicht mehr verarbeitet werden kann. „Die Umstellung betrifft etwa ein Prozent der Bevölkerung“, sagt Jürgen Grees, Geschäftsführer des gleichnamigen Elektrofachgeschäfts. Für alle Nutzer, die über Kabel oder Satellit ihr TV-Signal empfangen, ändert sich nichts. Die Nutzer des DVB-T-Standards seien bereits mit einem Banner, das im TV-Programm eingeblendet wurde, auf den Wechsel aufmerksam gemacht worden. Was müssen TV-Antennen-Nutzer beachten?

Geräte Die Fernsehgeräte oder Receiver müssen für den Empfang des DVB-T2-Signals geeignet sein. „Die neue Technik wird erst seit zwei bis drei Jahren verbaut“, sagt Grees. Deshalb sei nicht jeder Flachbildfernseher automatisch DVB-T2-fähig. Nutzer müssten sich, sofern noch nicht geschehen, informieren, ob ihr Gerät den neuen Standard unterstützt. Ansonsten bleibt der Bildschirm ab morgen schwarz.

Empfang Wie bisher können ist der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender kostenfrei, 14 Sender sind künftig in HD-Qualität empfangbar. Zudem können Antennen-Nutzer künftig auch private Fernsehsender wie RTL oder SAT 1 in HD empfangen. Jedoch nur, wenn sie vom Anbieter Freenet ein Modul für einmalig 59 Euro erwerben und monatlich 5,75 Euro bezahlen. Receiver, die Freenet tauglich sind, benötigen nur die Freischaltung für jährlich 69 Euro. Hier sieht Grees einen Anreiz für bisherige Kabel-Kunden, die zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr für private Sender in HD-Qualität bezahlen müssen.

Umstellung Nach der Umstellung müssen die Nutzer morgen einen Sendersuchlauf an ihrem DVB-T2-fähigen Gerät starten, erklärt Jürgen Grees. Dann sollten alle 14 Sender mit der bisherigen Antenne empfangen werden.

Die Umstellung auf den digitalen Standard hat in anderen Teilen Deutschlands bereits im vergangenen Jahr begonnen. Der Sendemast in Ulm-Ermingen wird morgen freigeschaltet. „Ulm und seine Ortsteile sollten dann einen guten Empfang haben“, hofft Grees. Bislang sei die Reichweite von DVB-T1 nicht so gut gewesen und daher der Antennenanschluss auch nicht so attraktiv. „In Dornstadt oder Thalfingen kann es bereits schwierig werden.“ Die nächsten Sendemasten stehen in Augsburg und auf dem Grünten. Mit Außenantennen sei deren Signal teils auch noch hier zu empfangen.

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