Meinung Kommentar zu den Tücken der Straßenbahn in Ulm

Immer wieder kommt es zu Unfällen mit der Straßenbahn und Autofahrer.
Immer wieder kommt es zu Unfällen mit der Straßenbahn und Autofahrer. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Carolin Stüwe 24.01.2019
Carolin Stüwe kritisiert, dass die Unfälle zwischen Autos und Straßenbahn zunehmen, wenn eine neue Linie dazukommt.

Warum muss das gesamte Straßenbahnnetz zweier Linien vom Strom genommen werden und nicht nur ein Abschnitt in der Innenstadt? Weil die Reparatur ausgerechnet am Knotenpunkt von Linie 1 und 2 sehr aufwendig war, sagt der Stadtwerke-Sprecher. Man muss es ihm glauben. Aber das sind die Tücken eines zwar umweltfreundlichen, aber schienengebundenen Nahverkehrs. So standen die Avenios und Combinos saft- und kraftlos auf ihren Strecken und mussten schnellstens abgeschleppt werden, damit die Dieselbusse dort fahren konnten.

Dass nicht in den nächsten zehn Minuten der Schienenersatzverkehr zur Verfügung steht, ist nachvollziehbar, wenn die Tramfahrer erst eingesammelt, zum SWU-Betriebshof zu ihren Bussen gebracht werden müssen und dann noch eine Weile zu fahren haben – etwa zur Endhaltestelle in Böfingen.

Ein abgerissener Stromabnehmer ist das eine Übel, die Dusseligkeit der Autofahrer das andere. Man erkennt doch, wo ein Schotter-Gleisbett anfängt. Man sieht doch, dass der U-Turn auf dem Schild durchgestrichen ist. Man weiß doch, dass Straßenbahn und Bus meist Vorfahrt haben auf ihrer Trasse. Wenngleich: Vor allem Busfahrer wissen das auch und geben dort sehr gerne Gas.

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