Interview Drei Dinge mit Professorin Leda Dimou-Rörentrop: Durchatmen und lächeln

Kein Lampenfieber: Prof. Leda Dimou-Rörentrop.
Kein Lampenfieber: Prof. Leda Dimou-Rörentrop. © Foto: Privat
.cmy 21.04.2017

Das erste Semester ist aufregend. Nicht nur für Studenten, sondern auch für neue Profs, die erstmals im Hörsaal stehen. So wie Leda Dimou-Rörentrop. Die 43-jährige Biologin ist an der Medizinischen Fakultät der Uni Professorin für „Molekulare und translationale Neurowissenschaften“.

Drei Dinge, mit denen man das Lampenfieber vor der ersten Vorlesung bekämpft?

Leda Dimou-Rörentrop: Durchatmen, lächeln und denken: Es kann nicht schlimmer werden als die schlechteste Vorlesung, die man selber gehört hat.

Drei Dinge, die einem Prof auf keinen Fall passieren sollten?

Das Thema der Vorlesung verfehlen, sich im Studienjahr täuschen und die Hello-Kitty-Haarspange der Tochter im Haar haben.

Drei Ausreden fürs Zuspätkommen, die Sie akzeptieren?

Habe verschlafen – kann jedem passieren. Endspiel der Fußball-WM – darf man nicht verpassen. Der eigene Geburtstag, den man feiern musste. Hauptsache nicht schon wieder der Bus, der nicht gekommen ist, der Wecker, der kaputtgegangen ist oder das Auto, das nicht angesprungen ist.

Drei Tipps, wie man für Ruhe im Hörsaal sorgt.

Eine spannende Vorlesung halten. Die Studierenden mit einem humorvollen Satz direkt ansprechen. Und wenn gar nichts klappt: schweigen.

Drei Aufgaben, die einem als Prof. lästig sind?

Klausuren vorbereiten. Die richtigen Dozenten für eine Vorlesung finden. Unangenehm ist es, Studierenden mitzuteilen, dass sie eine Prüfung nicht bestanden haben.

Drei Dinge, die Sie in den Semesterferien am liebsten tun?

Forschen, forschen, forschen.

Drei Tipps, wie man als Student gut durchs Semester kommt?

Sich zu Gemüte führen, dass die Zeit als Studierender eine der besten Zeiten im Leben ist. Sich für einen spannenden Studiengang entscheiden. Mit guten Freunden jede lernfreie Minute was Schönes unternehmen.

Drei Gründe, warum man an der Uni Ulm studieren sollte?

Das Münster, um sich beim Hochsteigen sportlich zu betätigen. Die Donau, um sich am Ufer auszuruhen. Und die tollen Dozenten, um was fürs Leben zu lernen