Ulm Durchatmen auf Baustellen

Ulm / UTE GALLBRONNER 13.07.2016
Das Schuljahr geht dem Ende entgegen, die Bauarbeiten an mehreren Schulen noch lange nicht. Die meisten müssen mit Baulärm weiter leben.

„Also gefühlt ist das Schlimmste vorbei, zumindest was Lärm und Dreck angeht“, sagt Markus Pfeil, Schulleiter der Friedrich-List-Schule. Doch fertig sind die Gebäude noch lange nicht. Wer durch die Innenstadt läuft, kann nach wie vor rege Bautätigkeit am Kornhausplatz begutachten.

An der Schule selbst freut man sich darüber, dass es bald mehr Platz geben wird. Noch heißt es nämlich für viele List-Schüler reisen. Die Außenstellen in der alten Meinloh-Schule, der Friedrichsau-Schule und der Nagelstraße sind nicht gerade beliebt, ist man als Schüler oder Lehrer doch irgendwie ausgelagert. „Der Plan ist, dass dies Ende des Schuljahrs 2016/17 vorbei ist“, sagt Pfeil.

Bis dahin gilt es durchzuhalten. Nach den Sommerferien soll der erste Bauteil fertig sein. In dem Geschoss, das auf das bestehende Gebäide aufstockt wurde, finden drei Klassenzimmer und ein großer EDV-Raum Platz. „Es wird zwar sportlich, aber wir sind optimistisch, dass es bis zum ersten Schultag klappt“, sagt Pfeil.

Nächster Schritt wäre dann der Zwischenteil, der dort entsteht, wo der alte Steg zwischen den beiden Schulgebäuden abgerissen worden ist. Hier wird eifrig gearbeitet – Ziel: Februar 2017. Den Abschluss macht das Gebäude entlang der Greifengasse. Es gilt also noch ein weiteres Schuljahr flexibel zu sein, wenn Räume kurzfristig wegfallen und die Fenster zum Lüften nur bedingt geöffnet werden können.

Die Sache mit dem Lüften beschäftigt die Kuhberg-Schüler ebenfalls. Wegen des Lärms ist dies in manchen Klassenzimmern kaum möglich. „Wenn es ein paar Tage hintereinander richtig heiß ist, wird das grenzwertig“, sagt Marius Weinkauf, Schulleiter des Anna-Essinger-Gymnasiums. Hitzefrei gibt es nicht mehr, deshalb habe man bei den Eltern vorsichtshalber nachgefragt, wie sie zu etwaiger Freizeit stünden. „Momentan war das aber noch nicht akut. So eine lange Hitzephase wie im vergangenen Schuljahr hatten wir ja noch nicht mal annähernd“, so Weinkauf.

Dabei wird am Essinger-Schulzentrum noch gar nicht gebaut. Hier laufen die Vorplanungen. „Angesichts der immens hohen Übertrittszahlen und der neuen Baugebiete ist gar nicht klar, ob die Planungen zum Bespiel für den Kuhberg oder Wiblingen ausreichend sind“, sagt Gerhard Semler, Abteilungsleiter Bildung der Stadt. Demnächst wird der neue Schulentwicklungsplan angegangen. „Dann gilt es auch darüber zu reden, was mit den Werkrealschulen wird“, sagt Semler.

Neben der Straßenbahn wird am Kuhberg weiter an der Sanierung der beruflichen Schulen gearbeitet. Hier verlagert sich der Schwerpunkt von der Robert-Bosch- auf die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule.

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