Pflege Dreifaltigkeitshof wird teils ersetzt

Der westliche Teil des Dreifaltigkeitshofs wird abgerissen, hinten der Turm des Hauses der Begegnung.
Der westliche Teil des Dreifaltigkeitshofs wird abgerissen, hinten der Turm des Hauses der Begegnung. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Chirin Kolb 12.10.2018

Am Altenheim Dreifaltigkeitshof in Nachbarschaft zum Haus der Begegnung steht ein umfangreiches Bauprojekt an. Ein Teil der Gebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat den Bebauungsplan für das Vorhaben auf den Weg gebracht.

Weichen muss der westliche Teil des Altenheims, also jener, der ans Haus der Begegnung grenzt. Er stammt aus den 1950er Jahren, entspricht nicht mehr den Anforderungen für Altenheime und ist überdies stark sanierungsbedürftig. Die Evangelische Heimstiftung, die den Dreifaltigkeitshof betreibt, hat deshalb einen Neubau ins Auge gefasst. Die Pläne waren den Stadträten bereits im Mai vorgestellt worden.

Mit dem Neubau ändert sich das Konzept. Die Evangelische Heimstiftung mit Sitz in Stuttgart möchte den Dreifaltigkeitshof zu einem „Quartiershaus“ machen. Darin sollen nicht nur rund 75 Pflegeplätze angeboten werden, sondern auch knapp 30 betreute Seniorenwohnungen. Zudem soll ein dreigruppiger Kindergarten einziehen. Der scheidende Chef-Stadtplaner Volker Jescheck fasste das Konzept so zusammen: „Jung und Alt zusammen.“

Das „Quartiershaus“ überzeugte auch die Stadträte. Der neue Dreifaltigkeitshof könne „ein neues Haus der Begegnung“ werden, sagte Siegfried Keppler (CDU). Die Stadtverwaltung zeigte sich ebenfalls erfreut über das Projekt.

Bau in mehreren Abschnitten

Der Neubau nach den Plänen des Büros Architektenpartnerschaft Stuttgart soll L-förmig an den Gebäudeteil anschließen, der stehen bleibt. Bis zum Baubeginn dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Die Fertigstellung ist frühestens für 2022 geplant.

Logistisch ist das Projekt schwierig, schließlich sollen die Bewohner im Dreifaltigkeitshof bleiben können. Deshalb wird der Bau voraussichtlich in zwei Abschnitten abgewickelt. Vereinfacht gesagt: Zuerst wird ein Gebäudeflügel abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Dann können die Bewohner des nächsten abzureißenden Gebäudeteils dort einziehen. Zudem sollen die Heimplätze während der Bauzeit sukzessive verringert werden.

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