An der Uni ist die Anzahl der Professorinnen seit 2007 um fast 50 Prozent auf jetzt 31 gestiegen - ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Zumal sie beim "Professorinnenprogramm II" erneut erfolgreich war. Ergebnis: Für maximal fünf Jahre werden bis zu drei Professorinnenstellen gefördert. Jede Berufung wird mit maximal 150.000 Euro unterstützt, das Geld kommt hälftig von Bund und Land.

Bundesweit erhalten 147 Hochschulen Fördermittel. Die Uni Ulm hat das Auswahlgremium in der aktuellen Ausschreibungsrunde jedoch als einzige Universität in Baden-Württemberg überzeugt. Insgesamt stellen Bund und Länder 150 Millionen Euro zur Verfügung - vor allem als Anschubfinanzierung von erstberufenen Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren. Gleichzeitig verpflichten sich die ausgewählten Hochschulen, angemessene Mittel für die Gleichstellung einzusetzen.

An der Uni Ulm sei der Frauenanteil "dank langjähriger zielgerichteter Gleichstellungsarbeit an vielen Stellen überdurchschnittlich hoch", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Prof. Anke Huckauf. "Dennoch sind Frauen an unserer Uni mit ihrem medizinisch-naturwissenschaftlichem Profil in Führungspositionen noch unterrepräsentiert.