Wiblingen Drei Männer machen Schule

TOBI, KAAN, KARA, KLEMENS 20.04.2016
Das Albert-Einstein-Gymnasium feiert 40. Geburtstag: Drei Schulleiter haben die Schule geprägt: Herbert Dörfler, Bernhard Nagl und Bernhard Meyer. Ein kleiner Rückblick in die Geschichte.

1976 - 2000: Oberstudiendirektor Herbert Dörfler leitete das Albert-Einstein-Gymnasium in Ulm/Wiblingen mit unermüdlicher Tatkraft, heißt es in der Festschrift "25 Jahre Schulzentrum Ulm-Wiblingen". Wie wir weiter erfahren, baute er die Schule von kleinen Anfängen bis zum zeitweise größten Ulmer Gymnasium auf.

Heute besuchen das Gymnasium mehr als 1000 Schüler. Als Schulleiter beschritt Dörfler von Anfang an neue Wege, indem er die Sprachen Englisch, Französisch und Latein als dritte Fremdsprache für die entsprechenden Klassen des sprachlichen Zuges einführte. Auch ist Wiblingen eines der ersten Gymnasien im Lande, das ein naturwissenschaftliches Profil sowie den achtjährigen Gymnasialzug anbot.

Herbert Dörfler war es auch immer ein Anliegen, Kontakte zwischen der Schule und anderen Einrichtungen zu knüpfen, um so Kooperationen zwischen den Institutionen und der Schule zu ermöglichen. Durch seine vielfältigen Verbindungen gelang es ihm immer wieder Geld und Sachmittel für seine Schule "locker zu machen", wovon die Schule sehr profitierte.

Was Herbert Dörfler besonders auszeichnete, war seine menschliche Anteilnahme und sein Einsatz für Schüler, die sich zum Beispiel in einer schwierigen Lebenssituation befanden und die dann auch oft mit einem erfolgreichen Abitur in der Tasche das Gymnasium verließen. Auch als Vorgesetzter hatte Dörfler immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Kollegen und gab ihnen Rückhalt in der Schulgemeinschaft.

Am 25. Juli 2000 wurden Herbert Dörfler und Rudolf Freitag, die das Gymnasium 24 Jahre gemeinsam leiteten, mit einem großen Festakt, bei dem sogar sprachgewandte Oberbürgermeister und Oberschulamtspräsidenten Probleme damit hatten, die passenden Worte zu finden, um Dörflers "Lebenswerk" angemessen zu würdigen, in den Ruhestand verabschiedet. In der supervoll besetzten Pausenhalle und mit einem hyperphänomenalen Orchester wurden sie verabschiedet.

2001 - 2014: Nachfolger Herbert Dörflers wurde Oberstudienrat Bernhard Nagl. Sein beruflicher Weg führte ihn über das Studium in München und Konstanz zunächst nach Stuttgart ans Karls-Gymnasium. Nach fünf Jahren wechselte er als Referent für die Staatsprüfungen an Gymnasien ans Oberschulamt in Stuttgart, bevor er 1989 ans Scholl-Gymnasium nach Ulm kam und dort die Fächer Deutsch und Geschichte unterrichtete.

In Nagls Amtszeit fielen große Umbaumaßnahmen im Schulzentrum, aber auch im Schulsystem: Zum Beispiel das G8 mit Latein ab Klasse 6, die "bilinguale Klasse" und die Einführung des Hochbegabtenzuges. Ebenso die Umbenennung der Schule in "Albert-Einstein-Gymnasium Ulm-Wiblingen" im Jahr 2005.

Im Schuljahr 2012/13 startete der von allen Gremien der Schule beschlossene Schulversuch "Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur am allgemeinbildenden Gymnasium" und das Einstein-Gymnasium gehört seither zu den 44 Gymnasien, die G9-Züge - zusätzlich zum bestehenden G8-Angebot und zum Hochbegabtenzug - anbieten können.

2014 äußerte sich Nagl in einem Interview mit der SWP auf die Frage nach dem Projekt der vergangenen Jahre, das ihm am meisten am Herzen liege: "Das Wesentliche ist doch die Vielzahl von Ereignissen, die Bestand haben und nicht bloß Eintagsfliegen sind."

August 2014 Oberstudiendirektor Bernhard Meyer kommt als neuer Schulleiter vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Laichingen. Über ihn kann hier noch nicht so viel berichtet werden. Doch die Fremd-Evaluation, die vor kurzem am Albert-Einstein-Gymnasium durchgeführt wurde, war schon die erste richtig große Aufgabe für den neuen Schulleiter und das anstehende Jubiläum und neue Umbauten warten schon.

Bernhard Meyer studierte in Freiburg an der Albert-Ludwig-Universität Deutsch und Latein, von 1990 an unterrichtete er an den Zinzendorfschulen Königsfeld, 1993 wechselte er nach Laichingen, wo er 2008 stellvertretender Schulleiter wurde. Meyer gab 2014 dem Stadtteil-Magazin "Wiblingen aktuell" ein Interview und man erfährt hier, dass er sich freut, an ein Gymnasium gekommen zu sein, in dem Ethik gepaart mit Leistungswillen getreu dem Motto des Namensgebers Albert Einstein zum Leitbild gehört.

Das folgende Zitat soll ungekürzt abgedruckt werden, weil es viel über Bernhard Meyer aussagt: "Ich habe den Wunsch und die Hoffnung, meinen Beitrag dazu beizutragen, dass Schüler gern zur Schule gehen, Freude an der Arbeit haben und die Schulzeit erfolgreich abschließen."

Das Jubiläum

Programm In diesem Jahr hat es schon einige Aktionen gegeben, aber es gibt auch noch viele Aktionen zum Schuljubiläum "40 Jahre Albert-Einstein-Gymnasium".

Mai Foto im Wiblinger Klosterhof

Juni Ehemalige Schülerinnen und Schüler kommen in den Unterricht, beantworten Fragen und erzählen über frühere Zeiten. Außerdem gibt es in diesem Monat Aufführungen der Theater-AG sowie der verschiedenen Musik-Arbeitsgemeinschaften.

Juli Projekttage (21./22.) mit Schulfest (25.), Gottesdienst, Assembly (27.)

Jahrbuch Es entsteht ein Jahrbuch. Weitere Infos auf der Homepage www.einstein-gym.ul.schule-bw.de/termine

SULTAN, EVA, ALICIA