Donaufest 2014 ohne große Konzertbühne

MAGDI ABOUL-KHEIR 08.06.2013
Das Donaufest-Team bastelt fleißig am Programm für 2014. Eine große Konzertbühne mit namhaften Künstlern wird es diesmal aber nicht geben.

"Auf eine kostenintensive große Konzertbühne außerhalb des Festgeländes mit großen Namen wird verzichtet." Recht unauffällig platziert war dieser Satz gestern im Papier zur gemeinsamen Sitzung der Ulmer und Neu-Ulm Stadträte zum Donaufest 2014. Auch ging weder Sabine Meigel vom Donaubüro bei ihrer Präsentation auf diesen Sachverhalt ein, noch kam dazu eine Anfrage von den Stadträten.

Dennoch birgt der Satz eine Richtungsentscheidung: So verliert man das Ziel aus dem Auge, ein Programm von wirklich überregionaler Strahlkraft auf die Beine zu stellen. Freilich muss man dem Programmteam zugute halten: Mit dem Budget des Donaufests wären entsprechend große Namen, die eine große Bühne rechtfertigen, gar nicht nach Ulm zu holen. Die große Bühne 2012 beim Roxy hatte den Machern allemal wenig Freude bereitet.

Ob groß oder klein - konkrete Namen des Donaufestprogramms 2014 wurden in der Sitzung gestern ohnehin nicht genannt. "Die gibt es erst nach der Budgetentscheidung im Herbst", sagte Meigel. Dennoch sind die Macher des kulturellen Programms - Volkmar Clauß, Bernd Leitner, Rainer Markus Walter - längst am Planen und Vorbereiten.

So soll nach dem Chortreffen 2012 diesmal ein Jugendorchester-treffen in Kooperation mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm steigen. Und statt Trompeter werden diesmal junge Pianisten in einen Wettbewerb treten.

Zudem wird es zum zweiten Mal das Donau-Pop-Camp geben, der Donausalon soll wieder Schauplatz von Rock-, Pop- und Jazz-Konzerten werden (nun immer bei freiem Eintritt), und das Familienprogramm wird ausgebaut. Ein Mundartabend und eine Percussion-Nacht sind ebenso vorgesehen, auch sollen im Weindorf regelmäßig Musikgruppen auftreten.

Spannend könnte ein internationales Bildhauersymposium mit Künstlern aus den Donauländern werden: Am Donauufer kann man dann live beim Entstehen der Werke dabeisein.

Ein Thema beim Donaufest wird "Literatur und Musik der Sinti und Roma". Und mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs vor genau 100 Jahren werden sich zwei Veranstaltungen beschäftigen: Experten erörtern in einem Symposium die politischen Ereignisse dieser Zeit, und namhafte Schauspieler lesen Texte der serbischen Autoren Ivo Andric und Milos Crnjanski.