Die Donau Masters Rallye wandelt sich mit der ersten Interalpen-Ausfahrt von einem logistischen Großereignis zur sportlichen Tour für Oldtimer. Sie ist wieder „basic“, also eher schlicht, wie Cheforganisator Manfred Hommel vom Club Donau Masters gestern vor dem Start um Mittag auf dem südlichen Münsterplatz sagte. Der Paradigmenwechsel hat der Rallye nicht geschadet: Ungeachtet der Verkürzung von drei auf zwei Tage und dem Zielpunkt Telfs in Tirol statt Budapest war die Donau Masters – der Name bleibt – voll ausgebucht. Freilich waren nur 45 statt bisher 90 Oldtimer zugelassen.

Wegen des Aufbaus für das WM- Public-Viewing startete das Teilnehmerfeld nicht wie in den vergangenen acht Jahren auf dem Münsterplatz selbst, sondern passend zur neuen Bescheidenheit auf der Südseite hinter Honer, wie bisher jedoch mit Ausfahrt an der Deutschen Bank, zunächst zum San Remo in der Herdbrucker Straße.

Auf dem südlichen Münsterplatz konnte die Oldtimer-Flotte vorab bewundert werden. Hommel führte das Feld in einem offenen Wolseley Hornet, Baujahr 1935, an. Danach sein Nachfolger aus der Mercedes-Niederlassung, Thomas Witzel, in einem 300 SL des Mercedes-Museums, dessen Wert Rallye-Veteranen auf eine Million Euro schätzten.

IHK-Vizepräsident Harry Seifert fuhr ein Alfa Cabrio 1900 Pininfarina als Rechtslenker, von dem nur 87 Stück gebaut wurden. Ein Hingucker war außerdem der 600er Pullmann mit Deutschland-Standarte des Illertisser Unternehmers Thilo Butzbach. Mercedes war wiederum Sponsor mit umfangreichem Tross, Fricker steuert die Werkstatt bei.

Hommel will an dem neuen Konzept mit Stützpunkt im Interalpen-Hotel Tyrol voraussichtlich auch im nächsten Jahr festhalten. Von dort aus gibt es eine Tagestour über Bludenz und Ischgl. Vor allem die Alpen-Pässe sollen für ein besonderes Tour-Erlebnis sorgen. Die gesamte Strecke beträgt rund 600 Kilometer, nach Budapest waren es 1000.

Die frühere Donau Masters von Ulm nach Budapest mit Abstecher auf den Hungaro-Ring wird es „in dieser Form nicht mehr geben“, sagte Hommel. Der Aufwand sei einfach zu groß geworden. Er schließt aber nicht aus, dass künftige Rallyes – entsprechend dem Namen Donau Masters – auch wieder einen stärkeren Donau-Bezug erhalten.