Ulm/Augsburg / Niko Dirner Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) haben die Kosten für Bergung und Entsorgung des havarierten Bootes MS Donau noch nicht von der Backe. Nun soll der Streit mit einem Vergleich gelöst werden.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind am Montag vor dem Verwaltungsgericht Augsburg mit dem Versuch gescheitert, die Kosten für die Bergung und Entsorgung der MS Donau im Januar 2017 von der Backe zu bekommen. Es geht um rund 67.000 Euro. Diesen Betrag hatte das Landratsamt vorgestreckt und fordert ihn nun zurück.

Weil Peter Dieling für das Landratsamt Neu-Ulm gut argumentierte, dass aus Sicht der Behörde die SWU für den damals plötzlich stark abgesackten Donaupegel und damit für die Havarie des einstigen Ausflugsschiffes verantwortlich sind, drang SWU-Anwalt Steffen Kautz mit seinen Einwänden bei der 9. Kammer nicht so recht durch.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm wollen die vom Landratsamt geforderten 67.000 Euro nicht bezahlen. Der ehemalige Eigentümer sieht sich als Verschwörungsopfer.

Vergleich soll ausgehandelt werden

Landratsamt und Stadtwerke wollen nun mit der Versicherung der SWU einen Vergleich aushandeln. Kautz hatte im Gerichtssaal bereits eine 50:50-Lösung angeboten. Fakt ist: Reinhold Kräss, dem die MS Donau gehörte, ist außen vor. Wie zu erfahren ist, hat er Privatinsolvenz angemeldet.

Großeinsatz am Donauufer: Feuerwehrmänner und Spezialisten bargen die MS Donau. Mehrere Versuche scheiterten, erst am Abend gelang die Bergung des Schiffs.

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