Ulm Ding-Semesterticket: Einigung auf Solidarbeitrag

Ulm / RUDI KÜBLER 19.07.2013
Das Ergebnis der zweiten Verhandlung: Der Solidarbeitrag fürs Semesterticket wird in drei Stufen um 6 Euro erhöht - von 23,50 auf 29,50 Euro.

Der Ärger nach der ersten Verhandlungsrunde war groß: Der Nahverkehrsverbund Ding hatte den Solidarbeitrag fürs Semesterticket vom kommenden Jahr an auf einen Schlag um 21 Prozent erhöhen wollen - nämlich von 23,50 auf 28,50 Euro. Eine Forderung, die die Studierenden der Uni und der Hochschule Ulm völlig vor den Kopf stieß und dazu führte, dass die Verhandlungen abgebrochen wurden. Nach einem erneuten Gespräch zwischen den Verhandlungspartnern - mit dabei sind auch die Kanzler der Hochschulen - wird der Solidarbeitrag jetzt sogar um 6 Euro erhöht, allerdings in drei Sprüngen: zum Sommersemester 2014 auf 25 Euro, ein Jahr später auf 27 Euro und im Frühjahr 2016 auf 29,50 Euro.

"Wir haben der Preiserhöhung zähneknirschend zugestimmt", sagt Stefan Kaufmann, Mobilitätsreferent der Studierendenvertretung der Uni Ulm. Mehr sei aus Studierendensicht nicht zu holen gewesen, so Kaufmann, der der geplanten Preiserhöhung wenigstens drei Vorteile abgewinnen kann. Zum einen habe man für die nächsten drei Jahre Planungssicherheit, zum zweiten werde man sich auch bei künftigen Preiserhöhungen an den Kosten der Schülermonatskarte orientieren. Und zum dritten werde Studierenden, die kein Semesterticket haben, die Möglichkeit eingeräumt, künftig ab 18 Uhr (bislang 19 Uhr) und an den Wochenenden alle Linien im Ding-Gebiet kostenfrei zu nutzen. Außerdem können Studierende an den Wochenenden eine Person mitnehmen.

"Mehr war nicht drin", resümiert auch Claus Kaiser. Die Verhandlungen seien hart gewesen, sagt der Geschäftsführer des Studentenwerks Ulm, "das Ergebnis konnten aber letztlich alle akzeptieren".

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