Musik Klarinetten-Wettbewerb: Diese Talente machen Eindruck

Die beiden Preisträger des Wettbewerbs: Nemorino Scheliga (links) und Oleg Shebeta- Dragan.
Die beiden Preisträger des Wettbewerbs: Nemorino Scheliga (links) und Oleg Shebeta- Dragan. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Helmut Pusch 13.07.2018
Das Abschlusskonzert in der Musikschule Ulm wird zum Stelldichein der Preisträger.

Das war ein Abend der angenehmen Überraschungen: Zwar wurden beim Abschlusskonzert des Klarinettenwettbewerbs des Donaufests, für den drei Preise ausgelobt waren, nur zwei Teilnehmer mit Preisen bedacht, dafür demonstrierte aber der Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury, der Schweizer Fabio di Càsola, mit einem Stück Charles-Marie Widors, wohin die Reise für die jungen Talente gehen könnte.

Wohin der Weg einen Preisträger führen kann, war auch augenfällig bei diesem Konzert. Denn beim Philharmonischen Kammerorchester stand der stellvertretende Konzertmeister der Ulmer Philharmoniker mit auf der Bühne: Sören Bindemann. Der hatte vor zwei Jahren beim Wettbewerb mitgemacht und war dort Zweiter geworden, spielte ein Jahr in Ulm und wechselt jetzt an die Orchesterakademie des Bayerischen Rundfunks.

Auch die Erstplatzierten des Jahres 2016 waren da. Katarina Kutnar aus Zagreb und Dusan Panajotovic aus Belgrad lösten den zweiten Teil ihres Preises ein: ein Konzert als Solist – im Falle der beiden Geiger Bachs Doppelkonzert. Und das meisterten die beiden – Panajotovic spielt mittlerweile im Belgrader Sinfonieorchester, Kutnar studiert in Weimar – eindrücklich.

Eindruck hatten zuvor auch die Klarinetten-Preisträger hinterlassen. Auf Wunsch der Jury spielte der Zweitplatzierte Oleg Shebeta-Dragan ein Stück Neue Musik: Jörg Widmanns „Fantasie“ – technisch höchst anspruchsvoll, nicht nur brillant gespielt, sondern interpretiert. Der Sieger Nemorino Scheliga setzte auf Virtuosenfutter: Luigi Bassis Fantasie über Motive aus „Rigoletto“. Wie gesagt, Virtuosität pur mit einem Alex Sonderegger als Klavierbegleiter, der Verdis Musik stupend umsetzte. Zum Abschluss verabschiedeten sich alle Teilnehmer mit einer Bearbeitung von Johannes Brahms’ Ungarischem Tanz Nr. 5.

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