Neu-Ulm Diebstahlserie im Wonnemar

Der Innenbereich des Wonnemars. Eine Diebstahlserie hält das Schwimmbad in Atem: In 17 Fällen wurde in der Sauna Geld aus den Spinden gestohlen. Es gab keine Aufbruchsspuren.
Der Innenbereich des Wonnemars. Eine Diebstahlserie hält das Schwimmbad in Atem: In 17 Fällen wurde in der Sauna Geld aus den Spinden gestohlen. Es gab keine Aufbruchsspuren. © Foto: Stefanie Müller
Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 07.06.2013
Eine Diebstahlserie hält das Wonnemar in Atem: In 17 Fällen wurde in der Sauna Geld aus den Spinden gestohlen. Es gab keine Aufbruchsspuren.

Die Neu-Ulmer Polizei steht vor einem Rätsel: 17 Mal haben seit Jahresbeginn Gäste der Sauna nach dem Besuch des Freizeitbads Anzeige erstattet. Sie gaben an, dass ihnen Geld aus den Portemonnaies gestohlen worden sei, die sie in den Spinden eingeschlossen gehabt hätten. Aber nur in einem Fall wurden Aufbruchsspuren vorgefunden, ansonsten blieben die Spinde unversehrt.

Für Polizeihauptkommissar Jürgen Salzmann gibt es mehrere Möglichkeiten: Die mit einem Chip im Armband zu verschließenden Schlösser könnten nicht richtig eingerastet gewesen sein. Denkbar sei auch, dass Sauna-Gäste dieses Armband nicht am Handgelenk getragen, sondern in eine Tasche oder in den Bademantel gesteckt hätten und dabei von den Dieben beobachtet worden wären. Nicht auszuschließen sei auch, dass die Diebe über technische Möglichkeiten verfügten, mit denen sie die Spinde irgendwie öffnen könnten.

Keine Anhaltspunkte hat die Polizei, dass etwa Mitarbeiter des Wonnemars selbst an der Diebstahlsserie beteiligt gewesen sein könnten. Laut Centermanager Maximilian Haag gibt es zwar mehrere Generalschlüssel, mit denen sich alle Spinde öffnen lassen. Haag stellte sich vor die Mitarbeiter: Er konnte sich einen Missbrauch der Generalschlüssel nicht vorstellen.

Einer der Bestohlenen hat sich in dieser Woche bei der SÜDWEST PRESSE gemeldet und davon berichtet, dass er sogar zweimal Opfer von Diebstählen gewesen sei. Bereits im vergangen Jahr habe er den Schlüssel tatsächlich im Bademantel verstaut gehabt. Ihm fehlten nach dem Saunabesuch dann 40 Euro aus dem Geldbeutel. Beim Besuch am 18. Mai dieses Jahres aber schwört der Gast Stein und Bein, dass er den Spind sicher richtig verschlossen und den Schlüssel immer am Armgelenk getragen habe. Dennoch wurden ihm 190 Euro aus der Geldbörse im Spind gestohlen.

Das Wonnemar hat als erste Reaktion die Überwachung durch Kameras in den Eingangsbereichen des Bads verstärkt. Dagegen sei eine Kameraüberwachung im sensiblen Nacktbereich der Sauna nicht möglich, sagte Centermanager Haag.