Meinung Kommentar zum Orange Campus: Die Zeit ist reif

Harald John.
Harald John. © Foto: swp
Ulm / Harald John 09.07.2018
Der aktuelle Vorschlag für den Orange Campus ist gut, denn er minimiert das finanzielle Risiko für den Steuerzahler, meint Harald John.

Selten ist es bei einem Großprojekt so hektisch hin- und hergegangen wie in der Debatte um den Orange Campus. Sie war geprägt von Leidenschaft, Defensive und gelegentlichen Luftnummern. Aber es geht schließlich um Basketball, das passt also. Nun aber wird es Zeit – um im Bild zu bleiben – den Dreier politisch im Korb zu versenken.

Zu Recht haben die Gemeinderäte in Ulm darauf gedrängt, eine Extrarunde einzulegen und den Schwung der Basketballer, aber auch der Neu-Ulmer Stadträte ein wenig zu bremsen. Denn im Kern kann die Debatte um das nun 23,4 Millionen Euro teure Projekt auf eine Frage reduziert werden: Wer haftet im Fall des Scheiterns?

Der Verein hätte gern die Städte mit ins Boot geholt. Klar, ein Bankdarlehen ist einfacher zu haben, wenn die öffentliche Hand im Fall einer Insolvenz bürgt. Aber dieses Risiko scheut Ulm verständlicherweise, die letzte finanzielle Bauchlandung mit dem Donaubad ist weder vergessen noch verrechnet.

Der aktuelle Vorschlag minimiert das finanzielle Risiko für den Steuerzahler. Auch wenn es gedauert hat: Es brauchte einfach seine Zeit, das Aufteilen des Projektes durchzurechnen und mit den Beteiligten abzusprechen. Dass zuvor die geplanten Investitionen des SSV Ulm und der TSG Söflingen genehmigt wurden, dürfte die Entscheidung pro Campus weiter vereinfachen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel