Meinung Kommentar zur Verzögerungen bei neuem Gewerbeareal

Frank König
Frank König © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Frank König 17.05.2018
Firmen stehen Schlange, um auf dem Moco-Areal ihre Zukunft zu planen. Die Stadt sollte trotz Ökoproblemen Tempo machen.

Bei manchen Unternehmern, die dringend auf dem Moco-Areal bauen wollen, liegen die Nerven schon länger bloß. Die rund 60 Interessenten sehen in dem verkehrsgünstigen Areal gegenüber vom Blautalcenter eine wichtige Ressource, um baldmöglichst Zukunftspläne für ihre Betriebe zu verwirklichen.

Somit bleibt zu hoffen, dass die verschärften Altlasten-Probleme zu keinen weiteren Verzögerungen bei Moco führen. Beginn der Sanierung 2019, Vermarktung 2020, Bebauung erst 2021 – das sind ohnehin sehr lange Zeiträume in einer sich schnell wandelnden Welt. So wollen auf dem Areal auch Autohäuser, die in abgehängten Gewerbegebieten nur Internet im Schneckentempo haben, in die E-Zukunft mit aufgespielten Software-Updates gehen.

Das Rathaus dürfte nicht nur wegen der Gewerbesteuer ein genuines Interesse haben, die Firmen in ihren Vorhaben zu unterstützen. Denn es geht auch darum, Flächen für Betriebsverlagerungen zu schaffen, die die Kommune an anderer Stelle städtebaulich voranbringen.

Am starken Standort Ulm sollte die Fürsorge für die Wirtschaft normal sein, auch bei der besseren Zufahrt fürs stauanfällige Industriegebiet Donautal. Petitionen von Gewerbetreibenden, die wie an der Magirusstraße wegen abgeschaffter Parkplätze um ihre Existenz fürchten, sollten kein neues Markenzeichen der Stadt werden.