Ulm Die Sache mit der Klette

Spannende Vorträge hörten die Schüler der Ludwig-Uhland-Schule am "Tag der Technik" bei der IHK Ulm.
Spannende Vorträge hörten die Schüler der Ludwig-Uhland-Schule am "Tag der Technik" bei der IHK Ulm. © Foto: Michael Belgard
SWP 27.06.2015
Was hat ein Käfer mit Fensterputzen zu tun? Die Anwort auf diese Frage suchten die Klassen 3b der Poligenius-Grundschule und die 4b der Blausteiner Ludwig-Uhland-Schule. Beim Tag der Technik der IHK gab's aber noch mehr zu entdecken, wie uns die Auszüge aus ihren Berichten verraten.

Die 3b der Poligenius Grundschule machte sich auf den Weg zur IHK, um genau das herauszufinden. Dort gab es einen Vortrag über das Thema Bionik. "Bio" kommt von Biologie, "nik" kommt von Technik. Die Bionik lernt von der Natur. Sie schaut sich Besonderheiten in der Natur ab und versucht sie nachzubauen. Sigrid Belzer hat das Buch "Bionik für Kinder" geschrieben und den Drittklässlern einige Beispiele erklärt.

Gecko und Ampferblattkäfer sind Tiere, die an Glas und Wänden hochklettern können. Bei ihnen hat man die Füße genau angeschaut. Damit hat man einen Fensterputz-Roboter erfunden.

Wenn man die Schwanzflosse eines Knochenfischs nach rechts biegt, dann geht die Spitze nach links. Das ist der Flossenstrahleffekt. Dieser Effekt wird zum Beispiel bei einer Zange verwendet.

Die Wasserspinne fängt mit ihren Härchen Luft von der Oberfläche ein und bleibt beim Untertauchen somit trocken. Das kann man für Schiffe und Badekleidung nutzen.

Der Kofferfisch ist ein kofferförmiger Fisch. Die Bionik hat sich vom Kofferfisch die Form abgeschaut. Daraus wurde ein Auto entwickelt. Man kann es aber noch nicht kaufen.

Das Besondere bei den Quallen ist ihr Antrieb. Die Menschen haben das mit Technik nachgebaut. Auch die Schuppen des Haifisches versucht man nachzubauen, denn der Hai kann damit besonders schnell schwimmen. Klasse 3b

Poligenius Grundschule Ulm

Im Konferenzsaal der IHK erklärte Sigrid Belzer, Autorin des Kindersachbuches "Die genialsten Erfindungen der Natur" uns den Lotus-Effekt: In der Natur kann man bei einem Lotusblatt beobachten, wie ein Wassertropfen reicht, um Schmutzteile auf dem Lotusblatt wegzuspülen. Das machen sich die Menschen zu Nutze und entwickelten zum Beispiel Hausfarbe, die wasserabweisend und vor allem selbstreinigend ist. Wenn Wasser auf das Lotus-Blatt kommt, wird es abgewiesen.

Sigrid Belzer ließ anschließend noch einen Vogel fliegen, der wild über die Köpfe der Zuhörer schwirrte. Sein Name war I-Bird. Viele von uns wollten wissen, wo man den I-Bird kaufen kann und wieviel er kostete.

Azur, Isabell, Zehra

Ninoska, Nghi, Felix, Raphael

Sigrid Belzer stellte auf einer Leinwand Bilder aus ihrem Buch vor. Am Beispiel des Klettverschlusses erklärte sie, wie die Menschen sich dies von der Natur, also von der Klette abgeschaut haben. Die Klette besitzt kleine Widerhaken, die sich im weichen Fell des Hundes verhaken. Wir probierten dies an unseren Klettverschlussschuhen aus.

Auch ein Roboter, der an Glaswänden hochlaufen kann, hat sich die Natur zum Vorbild genommen. Seine starken Haftklebebänder haben sich die Menschen vom Gecko abgeschaut, denn an seinen Füßen sitzen viele tausende Härchen, die ähnlich wie ein Klebeband funktionieren. Denn durch die große Oberfläche entsteht eine große Anziehungskraft.

Auch elektrische Quallen wurden gezeigt, die in ihrer Bewegung ganz den echten Quallen nachgebaut wurden. Besonders begeistert waren alle Schüler von einem ferngesteuerten Vogel, den man im Internet kaufen konnte. Leider blieb zum Schluss nicht mehr viel Zeit zum Fragen.

Leon, Lilly, Simon, Mia

Da der Vortrag zwar sehr gut, interessant und spannend für uns war, aber so lange dauerte, konnten wir keine Getränke mehr trinken, die für uns vorbereitet waren. Wir hätten auch gerne in einer abschließenden Fragerunde noch mehr zu diesem spannenden Thema erfahren und vor allem gerne noch Zeit zum eigenen Nachmachen und Experimentieren gehabt. Finn, Kristina, Lara